Moosbach holt das Bayern-3-Dorffest in die Oberpfalz
Kleines Ding beschert Megaparty

Daumen hoch für Claudia Rieß und Sebastian Sperl. Sie hatten die Idee, das Bayern-3-Dorffest nach Moosbach zu holen. Rieß fand beim Spiel im Heu sogar das Maskottchen.
Freizeit
Moosbach
27.08.2016
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Mit vielen Informationen aus dem Internet ausgerüstet gingen die Moosbacher in das entscheidende Spiel "Promi-Quiz".

Nach über zweieinhalb Stunden holt Moosbach das Bayern-3-Dorffest erstmals in die Oberpfalz. Top organisiert setzt sich die 2500-Einwohner-Gemeinde im Finale gegen die Oberbayern aus Unterdießen durch.

Rund 1200 Besucher unterstützen und fiebern am Samstagvormittag mit. Was sich im Garten der Brauerei Scheuerer abspielt, war aber nur ein kleiner Vorbote auf die Megaparty in zwei Wochen. Am Samstag, 10. September, stehen ab 15 Uhr die Stars Mark Forster, Milow und Namika auf der Bühne in Moosbach. Der Radiosender rechnet bei schönem Wetter mit fast 70 000 Gästen.

Nachdem die Oberpfälzer das erste Spiel noch knapp verloren hatten, entschieden sie die anderen zwei Duelle für sich (mehr zu den Spielen). Dabei rückt auch Claudia Rieß - zusammen mit Sebastian Sperl die Dorffest-Ideengeber - in den Mittelpunkt. Sie findet beim zweiten Spiel das kleine grüne Maskottchen im Heu und hält damit die Moosbacher im Spiel. "Auf einmal hatte ich schon nach dem dritten Büschel das kleine Ding in der Hand. Das ist so schnell gegangen. Einfach der Wahnsinn", erzählt die Chefin der Gäste-Information.

Ganz viel Herz


Auch gut zwei Stunden nach dem Finale ist sie noch vollkommen euphorisch. Immer wieder fällt das Wort "Wahnsinn". Trotzdem vergisst sie nicht, die ganzen Unterstützer zu erwähnen. "Das war eine große Gemeinschaftsleistung. Das ist die Belohnung für alle, die sich so stark für dieses Fest eingesetzt haben. Wir haben uns das verdient", erklärt die Gewinnerin.

Das hat am Vormittag auch Moderatorin Corinna Theil schon so gesehen. "Mir sind die Unterdießener zu cool. Ihr Moosbacher habt viel mehr Herz", lobt sie die Besucher. Obwohl die Radiofrau erst am Freitag die Organisatoren kennengelernt hat, fiebert sie am Samstagvormittag voll für die Oberpfalz mit. Dabei fehlen auch herzliche Umarmungen und Händchenhalten mit Rieß und Sperl nicht.

Bürgermeister schwebt


Als feststeht, dass das Dorffest nach Moosbach kommt, ist auch Bürgermeister Hermann Ach in der Jubeltraube. Kurz darauf fließt Bier über den Kopf des Rathauschefs. "Ich bin so stolz auf uns. Ich habe schon einigen Leuten gesagt, dass sie mich wieder einige Meter auf den Boden runterholen müssen", strahlt Ach. Auch er hebt den starken Zusammenhalt in seinem Ort und den umliegenden Gemeinden hervor.

Dabei verweist der Bürgermeister darauf, dass einige Leute schon am Freitagabend in Burgtreswitz alle möglichen "Heu-Spiele" durchgeprobt haben. Einer der Gründe für den Sieg sei sicherlich die hervorragende Organisation gewesen. Für alle möglichen Duelle war Moosbach gerüstet und hatte Experten am Start.

Gut aufgestellt sieht Ach seine Gemeinde auch in zwei Wochen, wenn auf einem Areal in Richtung Saubersrieth die große Party steigt. "Das schaffen wir locker. Da habe ich keinerlei Ängste." Schon am Montagvormittag stehen die ersten Besprechungen zwecks des Sicherheitskonzepts an, und um 19 Uhr treffen sich alle Vereinsvorsitzenden sowie Helfer im Rathaussaal. "Die nächsten Tage werden noch einmal anstrengend. Es ist wichtig, dass weiterhin alle so bei der Stange sind", appelliert Rieß an die Unterstützer.

Bevor es aber wieder an die Arbeit geht, kühlen sich der Bürgermeister und die Chefin der Gäste-Information am Samstagnachmittag noch einmal richtig ab. Helfer haben am Samstagnachmittag auf dem Festplatz einen Wasserpool aufgebaut und darin nehmen Ach ("Da springe ich als einer der Ersten rein") sowie Rieß ("Da komme ich wohl nicht aus") auch Platz.



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Weitere Bilder im Internet:

www.onetz.de/bildergalerie

Ich bin so stolz auf uns. Ich habe schon einigen Leuten gesagt, dass sie mich wieder einige Meter auf den Boden runterholen müssen.Bürgermeister Hermann Ach
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