Nascha Pfinsta lockt über 4000 Besucher
Narren stürmen Moosbach

Diese vier Maschkerer hatten sich in Großmutters Zeit zurückversetzt. Ob man damals aber auch schon die praktischen Flaschen- und Dosenhalter an den Heckelstecken hatte, ist eher zu bezweifeln.
Freizeit
Moosbach
05.02.2016
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Fast 4500 Maschkerer feierten in Moosbach am "Nasch'n Pfinsta" ausgelassen Weiberfasching. Einmal mehr bewies der Markt seinen Ruf als Faschingshochburg des Landkreises

Die Straßen, Plätze und Gaststätten waren bis in die Morgenstunden von Maskierten belagert. Ein buntes Völkchen aus Froschkönigen, Prinzen, Hasen, Zebras, Teufeln, Piraten, Nonnen und Mönchen, Rentnergruppen und süßen Mädels hatte das Sagen. Sogar außerirdische Männchen mischten sich unter die Gäste. Zur Unsitte ist es in den vergangenen Jahren aber geworden, dass viele Gäste von zu Hause ihren Alkohol mitbringen und oft auch schon betrunken sind.

Lange Schlangen


Mit Rouge und Lippenstift wurde nicht gespart. Ohrringe, Ketten und Strumpfbänder schmückten so mache Dame und auch einige Herren. Plätze in den Gaststätten waren bei dem nasskalten Wetter natürlich begehrt. Kein Wunder, dass sich davor lange Schlangen bildeten. Dabei bewährten sich die Schleusengitter bestens.

Beim Brandstätter herrschte zur Hausfasnacht eine tolle Stimmung mit dem "Schwoarznfelder Boum". Im "Goldenen Löwen" legte im Keller ein DJ auf, und im Gastzimmer spielte der Harmonika Franz zünftig auf. Im Gasthaus Bock und im Café Eger tanzten die Besucher ausgiebig. Zudem war der Hof des Wirtshauses Bodensteiner völlig überfüllt, als die rosa Glücksbärchen mit ihren Lichteffekten die Massen in Bewegung setzten. Und auch im Zelt der SpVgg Moosbach war jede Menge los. Die Dorfgemeinschaft Grub und die Feuerwehr Gröbenstädt versorgten am Marktplatz die Gäste mit Gegrilltem.

Polizei, Gemeinde, Rotes Kreuz und ein Sicherheitsdienst hatten einiges zu tun. Nach ihren Aussagen verlief die Veranstaltung zwar nicht ganz so reibungslos wie im Vorjahr, aber immer noch zufriedenstellend. Das kam nicht von ungefähr. Denn immerhin mussten der Leiter der Polizeiinspektion Vohenstrauß, Erster Hauptkommissar Martin Zehent, mit seinen Mitarbeitern und Moosbachs Bürgermeister Hermann Ach rund um die Uhr anwesend sein. Trotzdem kam es zu sieben Rettungseinsätzen, davon zwei mit dem Notarzt. Kreislauf und Alkohol sowie Körperverletzungen waren die Ursache. Zudem stellten die Polizeibeamten unerlaubte tschechische Böller und eine geringe Menge an Crystal sicher.

Abbau am Freitagmorgen


Zehent beunruhigt, dass "diesmal schon sehr frühzeitig hoch alkoholisierte Personen anzutreffen waren". Erst um Freitagmorgen gegen 10 Uhr bauten die Verantwortlichen wegen der bis dahin noch unterwegs befindlichen Maschkerer die Straßensperren ab.

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