Theatergruppe der Kolpingsfamilie
Blanke Nerven und großes Erbe

Freizeit
Moosbach
20.09.2016
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Die Moosbacher Kolping-Theatergruppe präsentierte in der Mühlschleif einen Ein- und einen Zweiakter mit großem Erfolg und viel Beifall. Die Zuschauer amüsierten sich köstlich.

Die Verantwortlichen freuten sich an zwei Abenden über ein volles Haus, und auch die Nachmittags-Vorstellung war gut besucht. Sprecher Thomas Guttenberger begrüßte die Besucher und zur Premiere besonders Kolping-Präses Pfarrer Josef Most sowie Vorsitzenden Thomas Forster.

In der Kriminalkomödie "Das Schwiegermonster" von Viola Schößler geht es nicht um den traditionellen Konflikt zwischen Schwiegermutter und -tochter, sondern um Differenzen zwischen Schwiegermutter und -sohn. Sabine Obermeier (Gabriele Wilke) und ihre Schwester Waltraud Schneider (Sylvia Heuwind) haben ihre Mutter Paula viele Jahre gepflegt, da diese im Rollstuhl sitzt. Nun bleibt ihnen jedoch nichts anderes übrig, als sie wegen einer bevorstehenden Operation zu Waltraud zu bringen.

Überraschter Ehemann


Deren Ehemann Kurt (Franz Sturm) wird davon nach seiner Rückkehr von einem Lehrgang als Vermögensberater überrascht und ist alles andere als begeistert. Waltraud ist berufstätig und deshalb muss sich Kurt, der von zu Hause aus arbeitet, um seine "geliebte Schwiegermutter" kümmern. Doch schon nach wenigen Stunden des gemeinsamen Beisammenseins liegen die Nerven blank und Kurt fasst den Entschluss: "Das Schwiegermonster muss weg." Dafür braucht er die Hilfe seines Freunds Siggi Müller (Markus Heuwind). Der hat ein Auge auf Sabine geworfen. Dies hat auch Paula bemerkt. Sie mag keine Beamten, Siggi ist Beamter und dazu auch noch mit Kurt befreundet. Welche Rolle dabei der Elektriker Peter Huber (Michael Drexler) spielt, erfuhren die Zuschauer bei den Aufführungen. Will er wirklich nur den Toaster reparieren?

Das zweite Stück, der Schwank "Lieber ledig und frei" von Claudia Gysel, handelt von den drei ledigen Bergbauern Hürlimann. Franz (gespielt von Michael Beugler), Gottlieb (Thomas Guttenberger) und Hansjakob (Harald Piehler) leben recht zufrieden auf ihrem kleinen Berghof. Eines Tages bringt Postbotin Elisabeth Specht (Christina Fischer) einen Brief ins Haus, in dem ihnen ein Anwalt mitteilt, das Großtante Annemarie ihnen drei Millionen Euro vererben möchte.

Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass wenigstens einer der drei Brüder innerhalb eines Jahres heiratet. Zwar hat der Hansjakob schon ein Auge auf die Nachbarbäuerin Rosmarie Heinzer (Niki Kohler) vom oberen Berghof geworfen, leider ist er aber viel zu schüchtern, ihr das zu gestehen, und umgekehrt ebenfalls. Und weil Franz und Gottlieb sich zufällig noch jeweils für den anderen Bruder bei "Bauer sucht Frau" angemeldet haben, kommen plötzlich Frauen auf die Alp. So kreuzt eine Sekretärin Anna-Lena Montserrat aus Berlin (Martina Irlbacher), die eine Autopanne vortäuscht und von den Millionen träumt. Zu den Dreharbeiten von "Bauer sucht Frau" kommt auch eine Fernsehmoderatorin (Birgit Enders). Am Schluss gibt es ein glückliches Ende.

Weitere Aufführung


Hermann Gissibl war für die Bühne zuständig, Hermine Wittmann sowie Magdalena Guttenberger kümmerten sich um Frisuren und Schminken. Zünftig stimmten die Mühlschleifmusikanten auf die Theaterabende ein. In den Pausen unterhielten Hans Balk, Günther Hassmann und Thomas Schwingl. Für die Aufführung am Freitag, 23. September, um 20 Uhr gibt es nur noch wenige Karten bei der Raiffeisenbank.
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