Besondere Musik auf Schloss Burgtreswitz
Tango in altem Gemäuer

Zu einem Tangoabend hatte der Förderverein Schloss Burgtreswitz e.V. in den neu restaurierten Saal eingeladen. Die hochkarätigen Besetzungen des Duos und Orchesters boten Tango vom Feinsten. Bild: gi
Kultur
Moosbach
22.06.2016
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"Der Tango ist wieder im Schloss Burgtreswitz angekommen", freut sich der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Burgtreswitz, Peter Garreiss, bei der Eröffnung des 9. Oberpfälzer Tangofestival im restaurierten Saal des Schlosses.

Burgtreswitz. Er erinnerte, dass bereits vor 15 Jahren jährliche Tango-Konzerte im Schloss mit dem Weidener Ehepaar Johanna und Klaus Luther und ihren Musikern über die Bühne gingen, die dann wegen der Renovierungsarbeiten nicht mehr stattfinden konnten. Garreiss freute sich über den außerordentlichen Kunstgenuss, den das Duo "Fracanapa" mit Susanne Hofmann (Violine) und Matias Gonzalez (Bandoneon) und das Tango Festival Orchester den fast 70 Zuhörern ermöglichte.

Die Musiker waren begeistert von der außerordentlichen Akustik im mittelalterlichen Saal. Garreiss wies darauf hin, dass nach über 20-jährigen Restaurierungsarbeiten der Raum erstmals für eine solche öffentliche Veranstaltung genutzt werde. Gespannt lauschten die Zuhörer schon im ersten Teil des Abends, den Auftritt des Duos "Fracanapa". Der in Paris lebende Matias Gonzalez gilt als internationaler Star auf dem Bandoneon. Auch die Konzertmeisterin an der Philharmonie Magdeburg, Susanne Hofmann, eine gebürtige Vohenstraußerin, zeigte sich als absolute Spitzenmusikerin auf der Violine.

Die Gäste wussten um die Qualität der von Disharmonien und schroffen Akkordüberlagerungen bestimmten Musik. Dabei leistete das Duett überzeugende Arbeit, denn jeder Ton musste sicher erklingen und die beiden Instrument harmonieren. Hofmann und Gonzalez meisterten diese Aufgabe mit großer Perfektion. Das Publikum quittierte diese Leistungen mit großem Beifall.

Im zweiten Teil des Abends unterhielt das Tango Festival Orchester die Besucher mit traditionellem argentinischem Tango, bei dem die Tänzer Mühe hatten, sitzen zu bleiben. Bandoneon spielten Matias Gonzalez, Frederic David und Herbert Jell, die Violinen Susanne Hofmann und Ulrike Straub. Klara Bäumler übernahm das E-Klavier. Dazu gesellten sich Hubert Trottmann (Akkordeon), Kontrabass Elias Schmauss, Tuba Angela Rucker und am Banjo Alfred Held.

Das Publikum war sich der Qualität dieses erlesenen Abends jederzeit bewusst und geizte am Ende nicht mit Applaus. So kam das Orchester nicht um eine Zugabe herum. Als danach der Beifall immer noch nicht enden wollte, setzten die Musiker mit einer böhmischen Polka den Schlusspunkt.
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