"Tag des offenen Denkmals" im Schloss Burgtreswitz
Längst aus Dornröschenschlaf erwacht

Am "Tag des offenen Denkmals" führte Helene Rolle (Fünfte von links) die Besucher durch das Schloss Burgtreswitz. Bild: gi
Kultur
Moosbach
15.09.2016
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Im Schloss Burgtreswitz ist das ganze Jahr über "Tag des offenen Denkmals". Deshalb hielt sich die Zahl der Besucher diesmal in Grenzen.

Burgtreswitz. Die Schlossführer des Fördervereins,Helene Rolle und Peter Garreiss, informierten unter anderem über das bevorstehende Ende der Restaurierungsarbeiten im Gebäude. Im Mittelpunkt des einstündigen Rundgangs standen die Wohnung der Pfleger und Richter mit dem heutigen Trauungszimmer des Standesamts Moosbach, das historische Schlafzimmer, die Schusterwerkstatt, das Jagd- und Fischereimuseum der Kreisjägerschaft und des Kreisfischereivereins sowie die Infostelle des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald.

Viele historische Bilder


Die vielen historischen Bilder und Fotos öffneten einen Blick in die Vergangenheit von Burg und Schloss. Die Bilder verdeutlichten, warum das Bauwerk vor 30 Jahren noch als Ruine bezeichnet und durch die Arbeit des Fördervereins aus dem Dornröschenschlaf geweckt wurde. In der Folterkammer wurden die Teilnehmer mit allerhand Grausamkeiten und der Rechtsprechung des Mittelalters konfrontiert.

Die Führer wiesen auf die vielseitige Nutzung des Schlosses hin. Jährlich kommen fast 8000 Besucher. Heute ist es kultureller Mittelpunkt der Marktgemeinde Moosbach. Bei den Restaurierungsarbeiten ging es um die Revitalisierung des früheren Rittersaals und späteren Getreidelagers der Schlossbrauerei, dem Prunkstück und Mittelpunkt des Schlosses. Dieser kann nun für Ausstellungen, Konzerte und gesellige Veranstaltungen genutzt werden.

Daneben wurde das Schloss behindertengerecht umgebaut. Durch einen Personenaufzug können sich künftig die Rollstuhlfahrer und Gehbehinderten vom Erdgeschoss bis in den Dachboden (Kasten) aufhalten. Hier fehlt es aber noch an der Beleuchtung. Außerdem entstanden neue sanitäre Einrichtungen.

Respekt vor Engagement


Die Besucher zollten den Verantwortlichen des Fördervereins sowie dem Bautrupp großen Respekt. Über 45 000 ehrenamtliche und freiwillige Arbeitsstunden, die die Helfer in den vergangenen 20 Jahren geleistet hatten, sprechen eine deutliche Sprache.
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