1500 Fahrzeuge mehr als bisher

Nach dem Brückenbau fahren täglich 5000 Fahrzeuge, darunter auch Schwerlastfahrzeuge, durch Burgtreswitz. Für Gemeinderat Hans Schnupfhagn ist dies der Bevölkerung nicht mehr länger zuzumuten. Bürgermeister Hermann Ach führt dies aber nur auf die derzeitigen Umleitungen (B 22 und Etzgersrieth) und die Neugier der Autofahrer auf die neue Brücke zurück. Bild: gi
Lokales
Moosbach
13.11.2015
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Die Moosbacher müssen für Wasser und Abwasser künftig tiefer in die Tasche greifen. Laut Bürgermeister Hermann Ach liegt die Kommune damit auf dem Niveau der umliegenden Gemeinden. Der Marktrat genehmigte die Erhöhung fast einstimmig.

Mit den Gegenstimmen von Konrad Lingl und Erhard Scheuerer gingen in der Gemeinderatssitzung erhebliche Gebührenerhöhungen über die Bühne. So steigen die Abwassergebühren pro Kubikmeter für das gesamte Gemeindegebiet von 2,08 auf 2,94 Euro, die Wassergebühren für die Moosbacher Gruppe von 1,38 auf 1,68 Euro und die Wassergebühren für den Gemeindeteil Tröbes von 1,65 auf 2,13 Euro.

Sehr starke Belastung

Scheuerer nannte die über 30-prozentige Erhöhung der Abwassergebühren eine sehr starke Belastung für seine Brauerei. Josef Hierold wollte den Kalkulationszeitraum auf acht Jahre ausdehnen, um ein wenig Entlastung für den Gebührenzahler zu erreichen. Es half nichts. Die Erhöhungen treten am 1. Januar 2016 in Kraft.

Einstimmig segnete das Gremium auch die durch den Brückenbau bedingte Neufestsetzung der östlichen Ortsdurchfahrtsgrenze von Burgtreswitz ab. Dies hat Auswirkungen auf die Kostenverteilung bei Baumaßnahmen. Die Durchfahrt beginnt aus Vohenstrauß kommend bei der Einmündung des Zeltwegs. Sie endet nun bei der Bäckerei Held. Damit liegt die Brücke über die Pfreimd im Außenbereich. Weder Staat noch Gemeinde sind damit verpflichtet, eine Straßenbeleuchtung auf der Brücke zu installieren.

Der Burgtreswitzer Gemeinderat Johann Schnupfhagn bat in einem schriftlichen Antrag um eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Burgtreswitz nach dem Brückenbau. "Derzeit fahren 5000 Fahrzeuge durch den Ort." Schnupfhagn verlangte, dass Navigationsgeräte auf die Zwölf-Tonnen-Beschränkung der Ortsdurchfahrt hinweisen und eine Umleitung über Lohma realisiert wird. Außerdem sollen Überholverbot und Fahrbahnteiler eine gewisse Beruhigung erwirken. Auch eine Reduzierung der Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt auf 30 Kilometer pro Stunden würde zu einer erheblichen Entlastung beitragen. Immerhin waren es vor dem Brückenbau nur 3500 Fahrzeuge täglich, die durch Burgtreswitz fuhren.

Bürgermeister Ach schlug vor, einen Antrag an den Landkreis zu stellen, um die gesamte Ortsdurchfahrt mit einer neuen Fahrbahndecke zu versehen. Dadurch würde der Lärm sehr reduziert. "Die Bürger im Ort Moosbach müssen uns genau so viel wert sein, wie die in Burgtreswitz", meinte Hierold und verlangte, dass in Moosbach die Burgtreswitzer Straße bis zur "Schleckerkreuzung" ebenfalls einen Deckenbau bekommt. Einstimmig beschloss das Gremium, die Asphaltierungen in Burgtreswitz und Moosbach beim Landkreis zu beantragen.

Schäden an Ortsstraßen

Den Antrag von Schnupfhagn, die Pfreimdbrücke mit Straßenlaternen auszustatten, lehnten die Räte mit 10:5 ab. Schnupfhagn wies noch auf die von der Brückenbaufirma Arlt verursachten Schäden an den Ortsstraßen hin. Die Gemeinde hätte vor Baubeginn ein Beweissicherungsverfahren durchführen sollen.
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