Abschied mit viel Wehmut

Maggie Bodensteiner, Elias Ayhan, Constantin Bartmann und Wolfgang Irlbacher (von links) waren die besten Entlassschüler. Bürgermeister Hermann Ach, Pfarrer Josef Most, Tännesbergs zweiter Bürgermeister Hans-Peter Klünner, Klasslehrer Johann Ebnet, Eslarns zweiter Bürgermeister Georg Zierer und Rektor Josef Rauch (von links) gratulierten. Bild: gi
Lokales
Moosbach
27.07.2015
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Die Trautwein-Mittelschule Moosbach verabschiedete ihre letzte Abschlussklasse. Damit sind auch die Tage der Bildungseinrichtung gezählt.

"Für Moosbach ist es heute ein schwerer Tag mit dem Verlust der Mittelschule", bedauerte Bürgermeister Hermann Ach. Die Zuweisung nach Vohenstrauß erfolgt ab Samstag, 1. August.

Wegweisender Abschnitt

Vorausgegangen war ein Wortgottesdienst der neunten Klasse mit Pfarrer Josef Most in der Wieskirche. Lehrer und Eltern hätten in den vergangenen neun Jahren versucht, das Rüstzeug für das künftige Leben mitzugeben, sagte Ach in der Turnhalle. Vor ihnen liege ein neuer wegweisender Abschnitt, der geprägt sei von Chancen und Herausforderungen. Das künftige Leben bestehe nicht nur aus Nichtstun, Computer oder Handy, sondern aus vielen Herausforderungen, die es zu bewältigen gelte. Achs Dank galt allen, die die letzten Jahre mitgewirkt haben, den Mittelschulstandort Moosbach nach außen hin zu vertreten und in gutem Licht erscheinen zu lassen.

Eslarns zweiter Bürgermeister Georg Zierer schloss sich Achs Worten an. Auch mit einem Handwerksberuf könne man Großes erreichen. Für die Eltern sei es oft nicht einfach gewesen, die Kinder auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Tännesbergs zweiter Bürgermeister Hans-Peter Klünner ging auf die Einladung "Absprung 2015" ein. Er verglich sie mit einem Fallschirmspringer. "Die Landung soll für alle gut ausgehen."

"Dieser Tag ist für die Entlassschüler ein Tag der Freude und des Nachdenkens", sagte Elternbeirats-Vorsitzende Kerstin Woppmann. Das Gremium wünsche Glück, Kraft, Mut und viel Erfolg für den zukünftigen Lebensweg. Die vergangenen drei Jahre ließen die Schüler Verena Schmid und Elias Ayhan Revue passieren.

Klasslehrer Johann Ebnet stellte die Neuntklässler kommunikativ und aufgeschlossen heraus. Die positiven Seiten haben überwogen. Es gab keine disziplinären Probleme, auch nicht auf Klassenfahrten, er konnte seine Stimme schonen. Sie waren für ihn eine sehr angenehme Klasse, hätten nie Schwierigkeiten gemacht und seien ihm richtig ans Herz gewachsen. Auf ihren weiteren Lebensweg gab er ihnen noch einige Gedanken mit nach dem Motto "Absprung" als Fallschirmspringer. "Ich wünschte euch, dass ihr nach nicht allzu vielen Fehlversuchen den Landeplatz im Berufs- und Privatleben findet, der euch glücklich und zufrieden werden lässt."

Gedanken der Schüler zum Abschluss gaben Maggie Bodensteiner und Andre Brenner zum Besten. Sicher würden sie feststellen, wie schön sie es in der Schulzeit hatten. Sie dankten Eltern, Pädagogen und allen, die am Schulbetrieb mitgewirkt haben. Klasslehrer Ebnet bekam ein Geschenk. Auch für Schulleiter Josef Rauch ist dieser Tag mit Wehmut verbunden. Er und seine Kollegen wollten den Kindern auch Werte wie Toleranz und Frieden beibringen.

Angenehmer Jahrgang

Alle Schüler haben den Mittelschulabschluss bestanden. Dies sei eine gute Basis, auf der sie aufbauen können. Von 18 Schülern haben 15 den Quali geschafft. 17 wissen bereits, wie es beruflich oder anders weiter geht. "Ihr ward ein sehr angenehmer, hilfsbereiter und freundlicher Jahrgang", lobte Rauch. "Wir Lehrer werden euch nicht ganz so schnell vergessen." Der Rektor wünschte den jungen Leuten, dass sie den richtigen Weg ins Berufs- und Erwachsenenleben finden.
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