Abwärme der Biogasanlage in Saubersrieth nutzen
Warmes Wasser für zwei Orte

Einer Großbaustelle gleicht die Ortschaft Saubersrieth. Überall werden Wärmeleitungen verlegt. Bild: gi
Lokales
Moosbach
20.11.2014
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Aus der Abwärme der Biogasanlage des Landwirts Hermann Irlbacher sollen die Bewohner von Saubersrieth und Niederland künftig mit warmem Wasser versorgt werden. Saubersrieth gleicht derzeit einer Großbaustelle. In allen Dorfstraßen werden Wärmeleitungen verlegt.

Noch vor Weihnachten sollen 13 von 24 Anwesen in Saubersrieth und 5 von 7 Häusern in Niederland mit vorläufig 400 Kilowattstunden (kWh) an die Leitung angeschlossen sein. Dann werden diese Anwesen mit Warmwasser für die Heizung sowie Dusch- und Brauchwasser versorgt. Die vertraglich vereinbarten Abnahmeleistungen liegen zwischen 8 und 50 kWh.

Weitere Anschlüsse sind noch möglich, denn Irlbacher stehen noch 1000 kWh für die Warmwassererzeugung zur Verfügung. Die Kosten für die Grabarbeiten durch die Baufirma Hierold sowie für das gut isolierte und rund 1800 Meter lange Ortsnetz trägt der Betreiber der Biogasanlage. Die Hausbesitzer arbeiten fleißig mit. Die 1,10 Meter tief verlegten Leitungen haben nur einen Wärmeverlust von fünf Prozent. Die Eigentümer der angeschlossenen Anwesen müssen nur einen verhältnismäßig geringen Beitrag zahlen.

Jedes Gebäude wird mit einer Übergabestation ausgestattet, der Verbrauch nach Zählern abgerechnet. Das Warmwasser ist etwa halb so teuer wie Heizöl. Außerdem gewährt der Biogasbetreiber eine Preisgarantie für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren. Die Planung erstellte das Ingenieurbüro Igl aus Pfreimd. Hundertprozentige Versorgungssicherheit gibt es aber nicht. Deshalb müssen die Hausbesitzer ihre bisherige Heizung als Notheizung behalten.
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