Alfred Hierold hält Vortrag über Papst Franziskus
Reformer, kein Revolutionär

"Ein Jahr Papst Franziskus - Intentionen und Entwicklungen seines Pontifikats": Über dieses Thema referierte Professor Dr. Alfred Hierold (rechts). Bild: gi
Lokales
Moosbach
13.11.2014
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Im Moosbacher Pfarrheim sprach Alfred Hierold über Papst Franziskus. Mehr als 60 Besucher verfolgten den Vortrag.

Jürgen Steiner vom Ausschuss Erwachsenenbildung vom Pfarrgemeinderat freute sich über die große Resonanz. Professor Dr. Alfred Hierold hatte seine Ausführungen unter das Motto "Ein Jahr Papst Franziskus - Intentionen und Entwicklungen seines Pontifikats" gestellt.

Große Überraschung

Als Papst Benedikt XVI. zurücktrat, war dies eine große Überraschung. Nicht minder überraschend war die Wahl Jorge Mario Kardinal Bergoglios zum Papst. "Nach dieser kurzen Zeit kann man noch kein tragfähiges Urteil abgeben", führte der Referent aus.

Der Pontifex habe den Namen Franziskus gewählt, da er die Armut in Argentinien kennt und eine arme Kirche möchte, die für die Armen da ist. Für die Kirche will er weniger Zentralismus, sondern mehr Selbständigkeit für die einzelnen kirchlichen Regionen.

Das synodale Prinzip solle mehr zur Geltung kommen. So hat er bereits eine Synode zu den Fragen um Ehe und Familie angekündigt. Hierold: "Er liebt die Einfachheit, ist aber dem Leben zugetan. Der Papst fordert auch von den Priestern und anderen Amtsträgern Bescheidenheit und pastoralen Eifer. Seine Sprache ist einfach, klar und bilderreich. Und weiter: "Er wird sicherlich nicht an den Dogmen der Kirche rühren, aber er ist kein Moralist. Insgesamt gesehen hat Franziskus viele Hoffnungen geweckt. Er ist kein Revolutionär, aber ein Reformer, der auch Widerspruch in der Kirche auslöst."

Viel Applaus

Mit großem Applaus dankten die Zuhörer Professor Hierold für die Ausführungen. Die Besucher konnten noch Fragen an den Referenten stellen, die er gerne beantwortete.
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