Anlieger wollen Raser bremsen

Der Bauausschuss machte sich ein Bild vom Stand der Arbeiten an der neuen Pfreimdbrücke sowie über den Fortschritt der Straßenbau-, Kanal- und Wasserleitungsmaßnahmen in Burgtreswitz. Bild: gi
Lokales
Moosbach
19.09.2015
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Hauptsächlich um Probleme des Straßenverkehrs ging es in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses im Moosbacher Rathaus. Die Meinungen gingen dabei teilweise weit auseinander.

Anlieger der Sonnenstraße haben eine Tempo-30-Zone in ihrem Baugebiet angeregt. In der sehr langen und geraden Sonnenstraße und im Veilchenring werde zu oft gerast. Das gefährde vor allem die Kinder. "Warum wird da nicht geblitzt wie in der Moosbacher Ortsdurchfahrt?", fragten sie Bürgermeister Hermann Ach. Im Bauausschuss gab es dazu verschiedene Meinungen.

Kein Spielplatz

"Die Straße ist kein Kinderspielplatz" oder "Oft fahren halt die Anlieger selbst zu schnell", waren Argumente. Angesprochen wurden Schritte zur Temporeduzierung wie die Aufstellung von Blumenkästen oder eine Geschwindigkeitsanzeige mit einem Smiley. Blumenkästen, so die einhellige Meinung, erschweren die Schneeräumarbeiten im Winter. Der Bürgermeister schlug verdeckte Geschwindigkeitsmessungen vor, um festzustellen, ob auch tatsächlich zu schnell gefahren wird. Sobald die Ergebnisse vorliegen, soll es weitere Beratungen geben.

Keine Wendemöglichkeit

Die örtliche Brauerei hat die Sperrung der Bräugasse für Kraftfahrzeuge über zwölf Tonnen beantragt. In der Bräugasse herrschen so enge Verhältnisse, dass es keine Wendemöglichkeit gebe. Da die weiteren Anlieger keine Bedenken äußerten, genehmigte das Gremium die Sperrung mit dem Zusatzzeichen "Keine Wendemöglichkeit".

Das Nebengebäude des alten Schulhauses in Etzgersrieth bezeichnete der Rathauschef als abbruchreif. Auch das Hauptgebäude sei sehr renovierungsbedürftig. Der letzte Mieter habe nur Müll hinterlassen. "Sanieren oder gleich verkaufen?", war die große Frage. "Bei einem Verkauf wäre der Aufschrei im Dorf groß", vermutete Fritz Steinhilber. Man müsse mit den Bewohnern reden, schlug er vor.

Nachdem der Katholische Frauenbund Etzgersrieth jetzt sein Domizil im Pfarrhaus Etzgersrieth hat, ist das alte Schulhaus bis auf einen Nutzungsfall pro Jahr verwaist. "Bevor wir Geld in die Hand nehmen, muss über einen Verkauf gesprochen werden", meinte Geschäftsleiter Andreas Hofmeister. Eine Sanierung des Hauses und die anschließende Vermietung rechne sich nicht.

Der Bauausschuss will dem Gemeinderat vorschlagen, den Verkauf des alten Schulhauses per Internet und Mitteilungsblatt, ohne Einschaltung eines Maklers, öffentlich auszuschreiben. Über den Fortgang der Straßenbau-, Kanal- und Wasserleitungsarbeiten und des Brückenbaues in Burgtreswitz informierten sich die Mitglieder des Bauausschusses anschließend direkt vor Ort. Nach Inbetriebnahme der Brücke wird das bisherige Kreisstraßenstück von der Bäckerei Held bis zur alten Brücke zur Ortsstraße abgestuft. Dadurch können sich die Eigentumsverhältnisse an dem bisherigen Straßengrund verändern.
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