Atemloses Dorfkind

Die Roggensteiner Jugendkapelle spielte erstmals beim Serenadenabend im Kurpark in Moosbach und erhielt großen Applaus. Bild: gi
Lokales
Moosbach
20.07.2015
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Die Roggensteiner Jugendkapelle hat einen sehr guten Ruf in Moosbach. Deshalb kamen fast 100 Gäste zu ihrer Sommerserenade in den Kurpark.

Durch den Abend führte Vorsitzender Ferdinand Münch aus Pfreimd mit vielen Späßchen. "Wir wollen Ihnen zeigen, was in uns Blasmusikern steckt", meinte Münch gleich am Anfang. Und er versprach nicht zu viel, denn die Roggensteiner brannten ein Feuerwerk bester bayerisch-böhmischer Blasmusik ab. Münch konnte dazu auch Bürgermeister Hermann Ach und die Moosbacher Tourismusmanagerin Claudia Rieß begrüßen. Und dann hieß es "Bühne frei" für Dirigent Josef Wohlfahrt.

Mit dem "Fröhlichen Auftakt" zeigten fünf Bläserinnen ihr Können bei einem Musikstück mit vielen Rhythmuswechseln. Beim Stück "Ernst im Allgäu" spielte der kleine Sebastian Fenzl aus Schammesrieth ein schnelles Tempo mit hohen Tönen und einer Notenfolge, die alles zum Glühen brachte. Weiter ging es mit "Wir Musikanten", einer böhmischen Polka. Hier waren die Querflöten gefragt. Und selbst aus einer alten Eisenbahnschiene wurden dazu Töne herausgelockt.

Auch bei der anschließenden "Amboss-Polka", einen flotten Marinemarsch, erzeugten vier Musiker mit Hammerschlägen den passenden Rahmen. Etwas für Verliebte war der Walzer "Hu A Hu, gefährlich ist die Liebe, nur der Mond schaut zu". Viele Gäste sangen mit bei der Südtiroler Nationalhymne "Dem Land Tirol die Treue". "Die Südtiroler fühlen sich halt in Italien nicht wohl und wollen zurück nach Bayern", bat Moderator Münch lächelnd um Verständnis.

Musikalische Vielfalt

Wenn schnelle Stücke gefordert werden, darf der "Zirkus Renz" nicht fehlen. Natürlich hatten die Roggensteiner Musikkids dazu ihr Xylofon nicht vergessen. Bei einem Potpourri der "Les Humphris" zeigte die Jugendblaskapelle Roggenstein ihre Vielseitigkeit. Auch das Medley "Best of Queen" wurde mit einem Riesenbeifall bedacht.

"Atemlos durch die Nacht" sang anschließend Katharina Wohlfahrt. Sie war aber nicht atemlos, sondern ließ Helene Fischer fasst vergessen. Und nochmals hatte Sebastian Fenzl in Begleitung von Alfred Hierold einen großen Auftritt. "Ich bin a Dorfkind - was kann es Schöneres geben als auf dem Land zu leben", schallte es aus vielen Stimmen in den nächtlichen Himmel. Mit "So klingst aus Stadt und Land" ging die Serenade ihrem Ende entgegen. Die Roggensteiner mussten nicht lange um eine Zugabe gebettelt werden. Sie spielten den "Böhmischen Traum", und ein nicht enden wollender Beifall brandete im Kurpark auf.

Am Dienstag um 19 Uhr geht es mit der Serenadenreihe weiter. Es spielt die Musikschule Moosbach an der Golferschänke im Kurpark, bei schlechtem Wetter im Rathaussaal. Der Eintritt ist frei.
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