Ausschuss für die Konsolidierung des Gemeindehaushalts tagt intensiv
Glocken gehen ins Geld

Lokales
Moosbach
05.01.2015
0
0
Nach weiteren Einsparmöglichkeiten suchten die Mitglieder des Ausschusses für die Konsolidierung des Gemeindehaushalts in ihrer jüngsten Sitzung. Bürgermeister Hermann Ach sprach zuerst den immer teurer werdenden Unterhalt der elf im Eigentum der Gemeinde stehenden Läutemaschinen in den Ortskirchen beziehungsweise Kapellen in Ragenwies, Gaisheim, Isgier, Gebhardsreuth, Burgtreswitz, Ödpielmannsberg, Niederland, Heumaden, Rückersrieth, Tröbes und Saubersrieth an.

Teure Reparaturen

Die Unterhaltung der Läutwerke gehe ganz schön ins Geld. Die Kosten werden seit Jahrzehnten von der Gemeinde getragen. Im Falle einer Störung fallen sehr schnell 1500 Euro an Reparaturkosten an. Die Regensburger Firma habe dafür eine Art Monopolstellung. Intensiv suchten die Gemeinderäte nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten. Nach den Eingemeindungsverträgen aus den Jahren 1970 bis 1971 stehe die Gemeinde in der Verpflichtung. Aber die Opfergelder bei Gottesdiensten gehen nicht in die Gemeindekasse, sondern werden von den Ortschaften verwaltet. Generell wollen die Gemeinderäte die Opfergelder nicht angreifen, aber mit dem Pfarramt und allen Verantwortlichen wegen eines kleinen Obolus für den Unterhalt der Läutemaschinen Gespräche führen.

Auch die Mitgliedschaften des Marktes Moosbach bei den vielfältigen Vereinen und Organisationen gehen in die Tausende. Das Gremium erfuhr, dass die Gemeinde Mitglied ist beim Waldverein, beim Naturpark, bei der Verkehrswacht, beim Kommunalen Arbeitgeberverband, beim VdK, beim Feuerwehrverein Bayrisch Gmain, beim Geopark, bei der Waldbesitzervereinigung, beim Forum Neustadt, beim Verein der Standesbeamten, beim Bauernverband, beim Michaelsbund, beim Gemeindetag, der Arge Geschäftsleiter, beim Wasser- und Abwasserverband und beim Musikschulverband.

Bei den genannten Vereinen und Verbänden sahen die Ausschussmitglieder in der Mitgliedschaft zahlreiche Vorteile, die die Zahlung des Beitrages rechtfertigen. Neu ausschreiben wollen die Gemeinderäte die Verpachtung der gemeindeeigenen landwirtschaftlichen Pachtflächen zum 1. Oktober 2015. Ob die Gemeinde in den Pachtbedingungen Auflagen im Hinblick auf Natur- und Emissionsschutz festlegt, bedarf noch der Prüfung.

Regierung will Anpassung

Seit 2003 liegen die Hebesätze für die Grundsteuern A (landwirtschaftliche Flächen) und B (bebaute Flächen) bei 350 Prozent. Die Regierung der Oberpfalz verlangt eine Anpassung auf mindestens 355 Prozent, ansonsten die Bewilligung weiterer Stabilisierungshilfen gefährdet ist.

Marktkämmerer Thomas Bodensteiner wies darauf hin, dass durch den Gemeinderat bei der Genehmigung der Haushaltskonsolidierung bereits eine Grundsteuer von 420 Prozent als Zielvorgabe beschlossen wurde. Dem Vorschlag der Verwaltung, den Grundsteuerhebesatz für 2015 auf 400 Prozent zu erhöhen, was Steuermehreinnahmen von 28 000 Euro bringen würde, konnten die Ausschussmitglieder nicht folgen. Sie einigten sich schließlich auf 380 Prozent mit Mehreinnahmen von rund 11 000 Euro. Der Gewerbesteuerhebesatz dagegen soll 2015 unverändert bei 360 Prozent liegen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.