Botschaft keine Utopie

Die Christmette zelebrierten Pfarrer Josef Most und Diakon Herbert Sturm. Der Kirchenchor unter Leitung von Karl Beugler brillierte bei der Christmette und beim Festgottesdienst an Weihnachten. Bild: gi
Lokales
Moosbach
29.12.2014
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Beeindruckend gut sang der Moosbacher Kirchenchor am Heiligen Abend unter Leitung von Karl Beugler die Deutsche Bauernmesse, die "Heilige Nacht" und "Freuet euch all". Großartig spielte außerdem das Bläserquartett. Die Predigten zwangen zum Nachdenken.

Das Choramt stand an Weihnachten im Zeichen der Herz-Jesu-Festmesse (Josef Gruber) und des Weihnachts-Hallelujas (aus Bayern). Aufgeführt wurde auch Transeamus (J. Schnabel). Mit dem gemeinsam gesungenen "Stille Nacht" endeten die Feiern, wobei der Kirchenchor nur zum Liedabschluss in der 3. Strophe die Gottesdienstbesucher mit dem "Überchor" überraschte. Das Evangelium trug in der Christmette Diakon Herbert Sturm vor. Pfarrer Josef Most wies auf die Friedensbotschaften von Papst und den Bischöfen in der Christmette hin. Der Weg zur Krippe, die Begegnung mit dem göttlichen Kind führe Menschen zusammen und überwinde Gegensätze.

Neuer Blick

In jedem Menschen will uns Gott begegnen, sagte der Geistliche. Wenn uns das bewusst sei, könne es zu einem ganz neuen Blick auf die Menschen führen. Dann sehe man nämlich in manchen Menschen nicht zuerst den Ausländer, den Asylbewerber, den Konkurrenten um den Arbeitsplatz oder den Kunden.

Jeder Mensch sei zuerst Mensch und dann erst Christ, Jude, Moslem, Deutscher, Franzose, Ukrainer, Russe, Europäer, Araber oder Angehöriger eines anderen Volkes oder einer anderen Religion. Das Mensch-Sein ist das, was alle Menschen verbindet über alle Unterschiedlichkeit von Völkern und Religionen hinaus, erklärte der Geistliche, um fortzufahren: "Die Weihnachtsbotschaft ist ein Schlüssel für Frieden und Versöhnung und keine weltfremde Utopie. Darum muss sie Jahr für Jahr neu verkündet werden und müssen wir neu unsere Herzen öffnen, damit die Verheißung der Engel, der Frieden auf Erden, immer mehr Wirklichkeit wird." Die Kirchenbesucher waren nach der Christmette zu Punsch ins Pfarrheim durch die Ministranten eingeladen.

"Diese Heimat existiert"

Professor Dr. Alfred Hierold wies beim Festamt darauf hin, "dass der Schöpfer aller Dinge Kind wird". Weihnachten sei das Fest der Erlösung. "Die Heimat, nach der wir uns sehnen, existiert. Durch Jesus wird uns das Licht geschenkt, das die Dunkelheit vertreibt. Die Welt wird verwandelt, etwa durch Zuwendung an andere, besonders an Menschen in Flüchtlingslagern." Er rief auf, das Herz für Menschen in Not zu öffnen.
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