Bussard wieder auf den Beinen

Die Schlagfalle verletzte den Mäusebussard am rechten Bein. Ein Tierarzt hat die Wunde genäht und die Fäden, die auf dem Foto noch zu sehen sind, mittlerweile entfernt. Bild: hfz
Lokales
Moosbach
04.11.2015
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Glück im Unglück hatte ein Mäusebussard, der vor kurzem in einem Weiher bei Saubersrieth in eine Schlagfalle geraten war: Er kam mit relativ leichten Verletzungen davon, das Eisen hatte ihm das rechte Bein nicht zertrümmert.

Ein Ehepaar hatte den Greifvogel in dem Weiher entdeckt. Als die Spaziergänger ihn herausheben wollten, stellten sie fest, dass er mit dem rechten Bein in dem Tellereisen, das sich knapp unter der Wasseroberfläche befand, gefangen war. "Nur mit großer Mühe befreiten sie das verletze und völlig unterkühlte Tier und übergaben es der Polizei Vohenstrauß", informiert Dienststellenleiter Martin Zehent.

Fallensteller geschnappt

Seine Kollegen haben den Fallensteller bereits ermittelt, weitere Angaben zum Täter macht Zehent jedoch nicht. Ihn erwartet eine Anzeige nach dem Bundesnaturschutz- und Tierschutzgesetz, da solche Aktionen verboten sind.

Über das Landratsamt kam der Mäusebussard in die Vogel- und Umweltstation des Landesbunds für Vogelschutz in Regenstauf. Ein Tierarzt hat die Wunde genäht. "Das Tier befindet sich inzwischen auf dem Weg der Besserung", berichtet Christoph Bauer, Leiter der Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz. Seine Mitarbeiter haben den Greifvogel gepflegt. Am Dienstag kamen die Fäden heraus, in den kommenden Wochen wird der Bussard in die Freiheit entlassen.

Immer anzeigen

"Wir sind sehr froh, dass über diese Fälle von Umweltkriminalität inzwischen häufiger berichtet wird. Dadurch sind auch die Bürger aufmerksamer und stärker sensibilisiert", meint Bauer. "Die Frau, die das Tier gefunden hat, hat den Fall angezeigt."

"Wir vom LBV empfehlen allen Bürgern, die ähnliche Beobachtungen machen, diese umgehend der Polizei zu melden. Unter der bekannten Nummer 110 wird der Fall aufgenommen und an die zuständigen Dienststellen weitergeleitet. Die Finder sollten die Kadaver nicht anfassen oder etwas am Fundort verändern. Sie sollten warten, bis die Polizei eingetroffen ist. Wer einen Fotoapparat oder ein Smartphone hat, sollte den Fundort fotografieren", erklärt der Experte.
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