Demütig und dienstbereit

Pfarrer Josef Most (Zweiter von rechts) gratulierte Schwester Angelina Hummer zur Goldenen Profess mit einem Blumenstrauß. Dem schlossen sich Pfarrer Hermann Schötz (links) und Pater Berthold Brandl (rechts) an. Bild: gi
Lokales
Moosbach
26.09.2014
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Mit einem Dankgottesdienst feierte Schwester Angelina Hummer von den Mallersdorfer Schwestern Goldenes Ordensjubiläum in ihrer Heimatpfarrei Moosbach. Pfarrer Josef Most ging auf die Lebensstationen der gebürtigen Ragenwieserin ein.

In Konzelebration feierte Pfarrer Josef Most mit Pater Berthold Brandl, ein Cousin der Ordensfrau, sowie mit Pfarrer Hermann Schötz die Messe. Most begrüßte die Jubilarin, deren Mitschwestern, Angehörige, Ragenwieser und Pfarrangehörige in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Er freute sich, dass auch Pater Brandl aus Ried in Österreich angereist war.

Vorbildliches Leben

In der Predigt ging der Geistliche auf die Ordens- und Priesterberufe ein. "Verrate uns deine Entdeckung jener geheimnisvollen Kraftquelle, die du im Orden der Mallersdorfer Schwestern gefunden und vorbildhaft jetzt seit 50 Jahren lebst? Wir finden die Antwort auf die Berufung, in Ihrem demütigen, frommen und dienstbereiten täglichen Leben, führte der Geistliche aus."

Zur Jubilarin meinte Most weiter: "Sie haben gelebt gegen die Werteskala unserer Zeit, gegen alle Anfeindungen der modernen gottlosen Welt, die in der geistigen Armut des Materialismus zu versinken droht." Der Geistliche hob die geistigen und hoffnungsvollen Werte des Ordenslebens heraus. Schwester Angelina kam in Ragenwies am 29. Juni 1940 als Kind der Eheleute Lorenz und Maria Hummer zur Welt. Bei der Taufe gaben ihr die Eltern den Namen Margareth. Mit 14 Jahren trat sie ins Kloster der Mallersdorfer Schwestern ein. Nach dem Besuch der Mittelschule und der Ausbildung zur Erzieherin wurde sie 1962 eingekleidet und erhielt den Schwesternnamen Angelina.

Am 17. September, vor fast genau 50 Jahren, habe sie mit 35 Mitschwestern im Beisein von Verwandten und Bekannten in Mallersdorf ihre Profess abgelegt. 1998 kam die Ordensschwester nach Regensburg ins Priesterseminar, um mit zwei Mitschwestern als Oberin für die Priesterstudenten zu sorgen.

In dieser Zeit habe sie miterleben müssen, wie das Seminar immer leerer geworden ist, wie das Haus einschließlich der Kapelle für die neue Situation umgebaut wurde, weil der Priesternachwuchs abnahm. Noch schlimmer sei es beim Orden, den Mallersdorfer Schwestern, die kaum mehr Nachwuchs hätten.

Das Mutterhaus in Mallersdorf werde immer mehr zu einem großen Altenheim. Es kommen kaum mehr neue Schwestern nach. Pfarrer Most bedauerte, dass seit Jahrzehnten aus der Pfarrei Moosbach kein Mädchen, keine Frau in den Orden eingetreten ist. Doch freute es ihn, dass Moosbacherinnen noch bayernweit segensreich wirken. Dabei vergaß er auch die Niederbronner Schwestern nicht, die in Moosbach gewirkt hatten.

Großer Applaus

Am Ende der Messe gratulierte Pfarrer Most Schwester Angelina mit einem Blumenstrauß und wünschte ihr Gottes Segen für die Zukunft. Dem schlossen sich Pater Berthold und Pfarrer Schötz an. Die Schwester bekundete, dass sie gerne im Kloster ist und arbeitet. Sie freute sich, dass die Gläubigen ihr im Gottesdienst die Ehre erwiesen. Anschließend erhielt sie großen Applaus.
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