"Ein bisschen andere Töne"

Die Moosbacher "Straßenmusikanten" sorgten mit böhmisch-mährischen Polkas für ausgezeichnete Stimmung bei der Serenade im Kurpark. Bild: gi
Lokales
Moosbach
03.09.2015
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"Wir sind nur ein kleiner Blechhaufen und spielen ohne Strom", stapelte Johannes Gruber von den Moosbacher "Straßenmusikanten" tief. Welch gewaltiger und starker Klangkörper die Instrumentalisten sind, war den Zuhörern bei der Serenade im Kurpark schnell klar.

Über besonders viele Gäste freute sich Touristikchefin Claudia Rieß. Die Musiker sorgten mit böhmisch-mährischen Polkas für tolle Stimmung. Durch das Programm führte Gruber. "Musikanten lieben die Tracht, ihre Instrumente und das Bier", verriet er, als er die Eingangspolka "Wir Musikanten" ankündigte.

Guter Besuch

Es folgten die "Blauen Augen" und die "Gablonzer Perlen" von Antonin Borovicka. Sie erinnerten an die goldene Zeit in der berühmten Schmuckstadt Gablonz im Sudetenland. Bürgermeister Hermann Ach freute sich über den guten Besuch des Konzerts.

Mit der "Komotauer Polka", einer klaren und schlichten Melodie, erinnerten die "Straßenmusikkanten" an einen der bekanntesten Titel des Komponisten Rolf Schneebiegl. Auch die mährische Polka "Jelicka" durfte natürlich nicht fehlen. Bei der "Zoigl-Polka", der "Wittmann-Franz Polka" ("Dös is da Wittmann Franz") und der "Lottchenpolka" zogen die Akteure alle Register ihres Könnens. Hans Maier (Tenorhorn) stellte in Laufe des Abends die Musiker einzeln vor. Gruber spielte das erste Flügelhorn und die Trompete, Johann Prem saß am Schlagzeug, Theo Lang spielte die Tuba und Gabi Reitinger-Maier das Baritonhorn.

"Wir haben ein bisschen andere Töne", verriet Maier den aufmerksam lauschenden Zuhörern. Er erinnerte auch an den Besuch des Treffens der böhmisch-mährischen Blaskapellen-Elite am vergangenen Wochenende in Österreich. "Da kamen wir aus dem Staunen nicht heraus". Mit der Ernst-Mosch-Runde und den Liedern "Traummusikanten", der "Fuchsgrabenpolka", der "Südböhmischen Polka", der "Vogelwiese" ("Auf die Vogelwiese ging der Franz") und der "Anna-Polka" ging die Serenade in die heiße Schlussphase. Maier dankte Rieß für die Einladung in den Kurpark.

Riesenaplaus

Nach Zugaben wie dem "Böhmischen Traum" und der Mosch-Komposition "Wir waren zwei Schwestern" beendeten die "Straßenmusikanten" die Serenade. Riesenapplaus war der Dank des Publikums.
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