Einmal fünf gerade sein lassen

Acht Jubelpaare feierten ihr Ehejubiläum für 50, 40 und 25 Jahre mit einem Gottesdienst. Dazu gratulierten Pfarrer Josef Most und Pfarrgemeinderatssprecherin Elisabeth Völkl (vorne, rechts). Bild: gi
Lokales
Moosbach
25.11.2015
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In einer guten Partnerschaft ist es unter anderem wichtig, großzügig mit den eigenen und mit den Fehlern des Partners nachsichtig sowie barmherzig umzugehen. Das führte Pfarrer Josef Most den Teilnehmer an der Ehejubiläumsfeier wieder einmal vor Augen.

Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche feierten acht Paare ihre Ehejubiläen. Goldene Hochzeit (50 Jahre): Katharina und Xaver Kölbl sowie Gertha und Georg Schötz. Rubinhochzeit (40 Jahre): Josef und Irmgard Zangl, Kunigunde und Josef Glaser, Erna und Hans Enslein sowie Elfriede und Johann Neuber. Silberhochzeit (25 Jahre): Monika und Wilhelm Völkl sowie Maria und Gerhard Balk.

Die Pfarrei hatte 41 Männer und Frauen eingeladen, sieben Paare hatten bereits mit Bischof Rudolf Voderholzer im Dom in Regensburg gefeiert.

Schwäche zeigen

"Liebe Jubelpaare, ihr habt in euren Ehejahren sicher auch die Erfahrung gemacht, dass eine eheliche Partnerschaft nur dann zu halten ist, wenn beide Seiten auf vieles verzichten, was die Beziehung gefährdet", sagte Pfarrer Most in der Predigt. Und dazu zähle besonders, dass man auch mal "fünf gerade sein lässt", wenn der Partner demütig genug sei, erhobenen Haupts durchs Leben zu gehen, wenn man stark genug sei, Schwäche zu zeigen und Kind genug, um offen und spielerisch zu leben.

"Welch ein Segen, wenn jemand so viel Humor hat, dass er auch über sich selbst hin und wieder kräftig lachen kann", fuhr der Geistliche fort. "Welch ein Segen, wenn ihr die Ruhe so bewahren könnt, dass ihr andere damit nicht aus der Ruhe bringt, sondern beitragt, manche Hochspannung in heilsame Entspannung zu verwandeln. Ich gratuliere euch sehr herzlich zu eurem Jubiläum", beglückwünschte sie der Priester.

Nach der Predigt erneuerten die Paare ihr Eheversprechen mit brennenden Kerzen in den Händen. Pfarrgemeinderatssprecherin Elisabeth Völkl gratulierte mit Rosen. Die fein verzierten Kerzen hatte die ehemalige Kindergartenleiterin Anni Hierold gefertigt.

Sektempfang im Pfarrheim

Anschließend hatte der Pfarrgemeinderat die Jubilare zum Sektempfang ins Pfarrheim eingeladen. Völkl hatte einen kleinen Imbiss vorbereitet. Pfarrer Most zeigte ein Meditationsbild, in dem deutlich wurde, dass jeder Partner bei aller Nähe auch Spielraum für sich braucht. Es folgte eine Bildbetrachtung über die Hände. Die Teilnehmer berichteten außerdem über eigene Erlebnisse.
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