Erste Züchter Bayerns

Manfred Hierold (links) begrüßt seine Welsh-Black-Berufskollegen aus der gesamten Bundesrepublik auf seinem Heidehof. Bild: gi
Lokales
Moosbach
04.07.2015
10
0

Welsh-Black-Rinder sind ursprünglich in Südwesten von Großbritannien zu Hause. Allerdings weiden seit 2005 auch einige in Moosbach bei der Familie Hierold.

Die Mitglieder des Verbands Deutscher Welsh-Black-Züchter und Halter (VDWB) kommen jedes Jahr zu einen Sommertreffen zusammen, um sich auszutauschen. Dieses Mal war es bei der Züchterfamilie Erika und Manfred Hierold am Heidehof. Die Moosbacher begrüßten dazu Züchter aus dem ganzen Bundesgebiet. Zum Auftakt stellte Hierold seinen Betrieb vor, den er seit 1995 im Nebenerwerb mit der ganzen Familie bewirtschaftet.

Robuste und ruhige Rasse

Durch die eingeengte Lage im Moosbacher Ortskern entschloss sich die Familie, die bestehende Mutterkuhhaltung in einen Weidebetrieb umzugestalten. Dazu wurde die vorhandene Feldscheune am Weg nach Heilinghof als Unterstand genutzt. Nach vielen Besuchen von Zuchtbetrieben und Ausstellungen entdeckten die Hierolds die robuste, ruhige und schwere Rinderrasse Welsh Black. Die Tiere können auch dem rauen Klima in der Oberpfalz standhalten.

Hierlod erklärte, dass alles mit dem Eintreffen von vier Rindern am Heidehof im August 2005 begann. Er wurde damit zum ersten Welsh-Black-Züchter in Bayern. Heute besteht seine Herde aus sieben Mutterkühen, neun Nachwuchskälbern, gehalten zur Zucht und Mast, sowie dem Ochsen "Samir". Der Experte wies auch auf das heiß begehrte und vorzügliche Fleisch der Welsh-Black-Rasse hin. Er freute sich, dass es schon öfters auch bei der örtlichen Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft angeboten wurde.

Sehr zartes Fleisch

Der Vorsitzende des VDWB, Olaf Eckert aus Egestorf (Lüneburger Heide), sprach die Herkunft der Rinder aus dem Südwesten Großbritanniens an. Die Tiere zeichne ein feinfaseriges optimal marmoriertes Fleisch mit hervorragendem Eigengeschmack aus. Ihr außerordentlich zartes Fleisch werde von Spitzenköchen gelobt. Auch die Vorsitzende des Fleischrinderverbandes Bayern, Erika Sauer, bestätigte dies. Die Züchter waren sich einig, dass die Herde der Familie Hierold einen sehr entspannten Eindruck machte. Von den Slogans "robust - ruhig - schwer" sowie "gutmütig und sanft" konnten sich die Teilnehmer beim Rundgang über die Weide genauso überzeugen, wie beim geselligen Beisammensein mit Welsh-Black-Braten und Knödeln aus eigenen angebauten Bio-Kartoffeln.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.