Für Keime keine Erklärung

Lokales
Moosbach
12.09.2015
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Unerklärlich für Gemeinde, Wasserwirtschaftsamt und Gesundheitsamt sind Keime im Trinkwasser von Tröbes. Das Landratsamt Neustadt sah sich deshalb am Montag gezwungen, eine Abkochanordnung zu erlassen.

"Alles ist ratlos", sagte Bürgermeister Hermann Ach. Deshalb werden umgehend alle Anwesen in Tröbes überprüft. Ein hydrogeologisches Basisgutachten verlangt das Wasserwirtschaftsamt für die Durchführung des wasserrechtlichen Verfahrens für die Etzgersriether Quellen "Staatsquelle und Bayerlquelle". "Wer soll das bezahlen?", fragte Fritz Steinhilber. "Die Etzgersriether Gebührenzahler", antwortete Ach.

Der Gemeinderat hatte auch über die Anträge von Johann Hanauer und Konrad Lingl (beide Moosbach) auf Verlängerung ihrer wasserrechtlichen Erlaubnisse für ihre Weiher am Gruberbach zu beraten. Die beiden Anlagen werden vom Vorhaben der Gemeinde auf Vergrößerung des Wasserschutzgebiets für den Tiefbrunnen I nicht unerheblich berührt. Bisher waren Hanauers Teiche außerhalb der Schutzzone.

Neues Schutzgebiet

Sollte das neue Schutzgebiet aber realisiert werden, wäre die Anlage plötzlich in der Schutzzone III. Lingls Gewässer befanden sich bisher teilweise im Bereich der Schutzzonen II und III und sollen künftig nur mehr der Schutzzone II angehören. Bürgermeister Ach räumte ein, dass beide Teichanlagen zwar Bestandsschutz besitzen, aber der künftigen Schutzgebietsverordnung (Kreisverordnung) unterliegen.

Auflagen einhalten

Nach Beratung wurde folgendes beschlossen: "Einer Verlängerung der wasserrechtlichen Erlaubnis wird grundsätzlich zugestimmt. Die Erlaubnis sollte unter der Auflage der Einhaltung einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung von Fischweihern nach den Empfehlungen des Landesamts für Wasserwirtschaft bzw. der LAWA Bund/Länder Arbeitsgemeinschaft Wasser erfolgen. Die Einhaltung der Auflagen aus dem Genehmigungsbescheid sowie der Eigenüberwachungsverordnung soll durch die zuständige Kreisverwaltungsbehörde erfolgen."

Nichts einzuwenden war gegen eine Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Oberviechtach für das Baugebiet "Sandradl II". Ach gab auch bekannt, dass die Telekom den LTE-Standort Ödpielmannsberg für eine schnellere Mobilfunkverbindung ausbaue. Weiter informierte er darüber, dass der Zuwendungsantrag für den Bau der Straße von Niederland nach Etzgersrieth am 26. August der Regierung der Oberpfalz übergeben wurde. Der Ausbau des 2650 Meter langen Straßenstückes koste rund 1,7 Millionen Euro. Das Gemeindeoberhaupt gab bekannt, dass vor einigen Tagen eine Besprechung mit Beteiligten wegen der Renaturierung des Gruberbaches stattfand. Erika Sauer schlug vor, rechtzeitig vor der Inbetriebnahme der neuen Pfreimdbrücke in Burgtreswitz die entsprechenden Maßnahmen zur Regelung des Durchgangsverkehrs einzuleiten. Der Bürgermeister wird sich der Sache annehmen.

Plan für Instandsetzung

Michael Guttenberger schlug die Aufstellung eines Plans für die Instandsetzung von Gemeindestraßen vor. "Wir sollten da wenigstens eine grobe Linie reinbringen", war sein Wunsch. Die Straße von Tröbes nach Ragenwies gehe noch heuer über die Bühne, versicherte Ach.
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