Geist des Aufbruchs

Die Ministranten sind stark engagiert. Die Mädchen und Buben erfreute die Besucher beim Pfarrfamiliennachmittag mit einem lustigen Sketch. Bilder: gi
Lokales
Moosbach
16.03.2015
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Zwei Hauptanliegen kamen beim Pfarrfamiliennachmittag in Moosbach zur Sprache: die Kirchenrenovierung und das Einbinden der jungen Menschen. Beides stellt eine große Herausforderung dar.

Darum machte sich Pfarrgemeinderats-Sprecherin Elisabeth Völkl beim Pfarrfamiliennachmittag viele Gedanken um die zukünftige Ausrichtung. Dabei gelte es vor allem junge Leute zu begeistern. Andreas Hofmeister aus Tröbes stimmte musikalisch auf seiner Steirischen ein.

Völkl hinterfragte "Welchen Weg gehen wir, und wohin bewegen wir uns als Pfarrgemeinde Moosbach?". "Wir sehen auch wie unsere Gemeinschaft kleiner wird und immer weniger Kinder und Jugendliche in die Kirche kommen." Die Kirchen seien voll, wenn es gelte Pater Ferdinand oder die Kirchenrenovierung zu unterstützen.

Attraktive Kirche

Im Wallfahrtsjahr ist an den Montagen gut gefüllt. Das gebe Hoffnung, dass der Geist des Aufbruchs nicht an Moosbach vorüberziehe, führte die Sprecherin aus. Er sei spürbar, wenn sie an die angenehme Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung, Frauenbund und anderen Gremien denke. Völkl dankte Pfarrer Josef Most für die Offenheit. "Es ist nicht leicht, als Kirche attraktiv zu sein, besonders für so manchen Jugendlichen", sagte die Sprecherin. Dennoch würden tolle Ministrantengruppen unterhalten, die Woche für Woche ihren Dienst tun.

In den Sachausschüssen des Pfarrgemeinderats versuche sie alle Bereiche des christlichen Lebens abzudecken. Bei den Senioren mit Einkehrtag und Geselligkeit, bei der Erwachsenenbildung mit Vorträgen und besonders in diesem Jahr mit "unseren Asylbewerbern", die sehr dankbar dafür seien. Durch die große Hilfsbereitschaft der Pfarrangehörigen konnten Kleidung und Spielsachen verteilt werden. Von einer 100-Euro-Spende kauften sie Kinderwagen.

Völkl zitierte Paulus aus dem ersten Korinther Brief. So verstehen sie auch den Dienst als Pfarrgemeinderat: "Wir helfen, wo wir gebraucht werden, um zu zeigen, dass wir nicht nur reden, sondern christliche Nächstenliebe in die Tat umsetzen können."

"Ohne dass man es merkt, geschieht viel Gutes und Wichtiges", erklärte Pfarrer Most. Jeder, der sich einbringt, habe großes Lob verdient. Es gebe allerdings einige "Baustellen". Leider habe die Gemeinde keinen Chorleiter, der fest angestellt sei. Organist und Dirigent Karl Beugler sei ein Freischaffender, der sich immer wieder Zeit nehme und extra von Würzburg nach Moosbach komme. Fest engagiert sei Sonja Meiler mit dem Kirchenchor in Tröbes. Der Etzgersriether Kirchenchor werde von Hans Uschold geleitet, aber hier fehle der Orgelspieler. "Die Jugend ist heute nicht mehr so leicht zusammenzuhalten."

Sorge um Gebäude

Die Kirchenverwaltungen sorge sich um die Gebäude. In Tröbes sei sie aus dem "Schneider", und in Etzgersrieth sehe es ähnlich aus. Die Etzgersriether wollten was tun, aber dürften nicht den alten Stadl beim Pfarrhof abreißen, der irgendwann zusammenfallen werde. Sie wollten gerne eine Doppelgarage errichten, aber Regensburg blockiere. Bürgermeister Hermann Ach sagte für diese vielen Aktivitäten in der Gemeinde "Vergelt's Gott!" und stellte das aktive kirchliche Leben heraus. "Die Kirchensanierung wird ein schwieriges Projekt." Auch die gemeindliche Kirche in Burgtreswitz sei ein Thema. 2011 wurden im Zuge der Dorfplatzsanierung die ersten Trockenlegungsarbeiten gemacht. Nach Gesprächen mit der Firma Maxit erstelle diese einen weiteren Plan. Im Haushalt 2015 seien 25 000 Euro für den Sanierungs-Einstieg vorgesehen. Zehn Kapellen habe die Gemeinde zu unterhalten, die alle ins Alter kämen.
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