Geoparkranger referiert über Geologie der Region
Opferkessel rein natürlich

Moosbach
09.09.2010
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Um Teufelsküchen, Opferkessel und Blutrinnen ging es beim VHS-Vortrag des Geoparkrangers Siegfried Schuller aus Floß im Rathaussaal. Er ging auf viele geologische Besonderheiten des Oberpfälzer Waldes und in Böhmen ein.

Besonders das Naturschutzgebiet Soos bei Franzensbad sowie die erkalteten Vulkane Kammerbühl und Eisenbühl in Böhmen, Rauher Kulm, Anzenstein und Armesberg in der Oberpfalz waren Neuland für die Zuhörer. Die Geschichte und Geologie von Parkstein mit seiner Basaltsäulenwand erläuterte Schuller allgemein verständlich.

Weitere geologische Schmankerl der Oberpfalz waren der Kaolinabbau bei Hirschau mit dem Monte Kaolino, die Felsformationen des Butterfasses und das Lerautal bei Leuchtenberg sowie das älteste Naturschutzgebiet der Oberpfalz, der Doost bei Floß und im Steinwald der Kiebitzstein und der Räuberfelsen.

Schuller durchwanderte mit den Zuhörern das Naturschutzgebiet Waldnaabtal mit dem Kammerwagen, dem Tischstein und der Gletschermühle. Dann ging es weiter in die gigantische Felsenlandschaft der Teufelsküche bei Tirschenreuth.
Hier zeigte der Referent, dass so genannte Opferkessel mit Blutrinnen rein natürlichen Ursprungs, aber keine Kultstätten sind. Der Blick ging zu den Wollsäcken bei Haselstein, den Granitabbau bei Flossenbürg und zum zwiebelschalenförmigen Aufbau des Flossenbürger Schlossbergs.

Am Schluss seines Vortrags sprach der Referent noch die Moorlandschaften und die Naturbilder aus dem Bärnauer Hochmoor und dem Kulzer Moos an.
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