Gleiche Verhältnisse schaffen

Der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Albert Füracker stand in Moosbach zum Thema "Heimat" Rede und Antwort. Bild: gi
Lokales
Moosbach
25.11.2014
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"Was ist Heimat?" Diese Frage versuchte MdL und Staatssekretär Albert Füracker beim Gesprächsabend der CSU im Gasthaus Bock zu klären.

Es sollte kein Monolog werden, deshalb gab Moderator Peter Franz den Ring frei für Fragen an den Gast. "Heimat ist da, wo meine Freunde sind", definierte Bürgermeister Hermann Ach den Begriff. Um sich wohlzufühlen, tragen in der 2500 Einwohner großen Gemeinde etwa 60 Vereine und Institutionen bei.

Lieber nach München

Für Albert Füracker gehört die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zu den Kernaufgaben seines Ministeriums für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat. "Alle müssen so leben können, wie die Bürger in München." Aber die Leute gehen immer noch lieber nach Nürnberg und München, als nach Wunsiedel oder Moosbach."

Die ständig fallenden Einwohnerzahlen der Oberpfalz sah Füracker nicht so dramatisch. "Es gebe keine massenweise Abwanderung, das Problem sei nur die Sterbehäufigkeit in diesem Landstrich."

Die Kommunen müssten finanziell so ausgestattet sein, dass sie die Lebensverhältnisse der Bürger so verbessern können, dass junge Familien in der Nordoberpfalz bleiben, meinte der Staatssekretär. Der Erhalt einer Grundschule mit 26 Kindern müsse ebenfalls garantiert sein. Wichtig sei auch der Breitbandausbau. Moosbach erhalte dafür 90 Prozent Zuschuss. Einige Kommunalpolitiker ärgerten sich in der Diskussion über die ungleiche Finanzausstattung von Parkstein im Vergleich mit anderen Kommunen. "Die wissen nicht mehr, wohin mit dem Geld, und andere Gemeinden wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll." Die Reduzierung der Polizeibeamten im östlichen Landkreis bei der momentan unsicheren Sicherheitslage sorgte für einigen Unmut. Füracker sagte Überprüfung zu.

Moosbach stelle mehr regenerative Energien her als benötigt, rechnete ein Teilnehmer vor. Deshalb sollten die Betriebe dort ansiedeln, wo die Energie erzeugt werde. Keine befriedigende Auskunft erhielt ein Burgtreswitzer, der einen Kreisverkehr in seinem Ort anregte. "Hier fahren täglich 3500 Autos durch den Ort. Der Landkreis macht nichts und die Gemeinden hat kein Geld."

Weniger Zuschuss

Der Markt dürfe auf einer Kreisstraße das auch nicht machen, belehrte Füracker. Außerdem könne die Trasse nicht so beruhigt werden, dass der überörtliche Verkehr gar nicht mehr fließen kann. Einem Hotelbesitzer aus Saubersrieth gefiel nicht, dass für Investitionen in Moosbach nur 20, in Vohenstrauß oder Eslarn aber 30 Prozent Förderung gewährt werden.
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