Gnadenstatue zieht Pilger an

Lokales
Moosbach
12.10.2015
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Vor 263 Jahren wurde die Gnadenstatue des gegeißelten Heilands von einer alten Feldkapelle in die neu erbaute Wieskirche übergesetzt. Seitdem feiern die Gläubigen jeden zweiten Sonntag im Oktober das Übersetzungsfest.

"Schönster Jesus auf der Wies", sangen die vielen Wallfahrer am Sonntag auf dem Weg zur Wieskirche. Sie waren von der Pfarrkirche in Moosbach mit Blasmusik zur Wallfahrtskirche marschiert. Mit den Ministranten zog Pfarrer Josef Most ins Gotteshaus ein. Dort begrüßte der Geistliche die Gläubigen, besonders die Fußwallfahrer aus Trausnitz, die mit ihrem Bürgermeister erschienen waren, zum Festgottesdienst.

Die 35 Zentimeter hohe Gnadenstatue wurde 1746 von der Moosbacher Bürgerstochter Elisabeth Hiltner von einer Wallfahrt zur Wies bei Steingaden nach Moosbach mitgebracht und in einer Feldscheune untergestellt. Anschließend ereigneten sich wundersame Dinge. Pilger kamen von weither nach Moosbach. Gelähmte konnten plötzlich wieder gehen, Blinde wieder sehen und Gliederschmerzen verschwanden. Viele Pilger traten geheilt wieder den Heimweg an. Auf 116 Votivtafeln brachten die Wallfahrer ihren Dank für die Hilfe zum Ausdruck.

In seiner Festpredigt sprach Pfarrer Most die vielen Sorgen und Nöte der Menschen in unserer Zeit an. Die Welt scheine aus den Fugen zu geraten. Die Geschehnisse im Nahen Osten seien für uns sehr weit weg, aber sie können schnell da sein. Papst Franziskus mache ernst mit der Kirche der Armen.

"Wir alle müssen an die Armen abgeben, damit Friede einkehre", mahnte der Geistliche. Dazu gehören auch der Kauf von Produkten aus armen Ländern und der Verbrauch von weniger Lebensmitteln und Rohstoffen. Most bat auch "um mehr Offenheit im Umgang mit den Flüchtlingen" und um Unterstützung des neuen Arbeitskreises "Asyl" im Pfarrgemeinderat.

Die Bläsergruppe Moosbach und Hans Karl an der Orgel sorgten für die musikalischen Umrahmung. Die Lesungen übernahm Peter Franz. Abschließend trafen sich alle zu einem Umtrunk im Pfarrheim
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