Hund verjagt Übeltäter

Fast 30 Personen schlossen sich der Marterlwanderung im Bereich Tröbes und Rückersrieth an. Dazu hatten der OWV und der Pfarrgemeinderat eingeladen. Bild: gi
Lokales
Moosbach
03.11.2014
7
0

Das Gradlkreuz der Familie Hofmeister in Tröbes weist auf ein besonderes Ereignis aus dem Jahr 1784 hin. Nikolaus Hofmeister wurde dort überfallen. Sein Hund, der sich zu Hause losgerissen hatte, verjagte die Übeltäter und rettete so seinen Herrn.

Oberpfälzer Waldverein und Pfarrgemeinderat hatten eine Marterlwanderung im Bereich Tröbes und Rückersrieth organisiert Fast 30 Personen trafen sich auf dem Dorfplatz in Tröbes, wo sie OWV-Vorsitzender Peter Franz und Pfarrer Josef Most begrüßten. Dann ging es los in Richtung Waltenrieth und Rückersrieth. Erste Station war oberhalb von Waltenrieth der Bildstock mit einer Fatima-Maria, der erst kürzlich nach einer grundlegenden Restaurierung gesegnet worden war.

Prächtiger Herbstwald

Bei strahlendem Sonnenschein führte der Anstieg durch den farbenprächtigen Herbstwald nach Rückersrieth. Vorbei am Hechtlkreuz der Familie Hammerl und am Scheuererkreuz gelangten die Wanderer in die Ortsmitte zum Rauscherstodl der Familie Balk, wo eine imposante Kreuzigungsgruppe zu sehen war. Franz wies daraufhin, dass die Scheune dreimal abgebrannt ist, zuletzt 1934. Nach jedem Brand wurde auch wieder ein neues Kreuz angebracht.

Weiter ging es entlang der neuen Straße Richtung Tröbes zum Hamonerkreuz der Familie Heigl und zum Hiltnermarterl der Familie Summer. Nach der Durchquerung der Wiese am Hang kam die Gruppe zum Bornermarterl, einer Lourdesgrotte mit der Mutter Gottes im Inneren. An der alten Straße bergab kamen die Teilnehmer am Reitingermarterl vorbei, dessen Inschrift den Wanderer zum Verweilen einlud. Am Ortseingang von Tröbes bewunderten die Teilnehmer das Marterl von Josef Schafbauer, das er 2006 errichten ließ.

Den Abschluss bildete das Gradlkreuz der Familie Hofmeister. Es weist auf ein besonderes Ereignis von 1784 hin. Nikolaus Hofmeister wurde dort überfallen. Sein Hund, der sich zu Hause losgerissen hatte, verjagte die Übeltäter und rettete so seinen Herrn.

Das ursprüngliche Marterl war 1979 durch ein Marmorkreuz ersetzt worden, das Originalbild mit der Aufschrift "Oh Wanderer, geh' nicht vorbei, bete für die armen Seelen ein Vaterunser" war eingefügt worden.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.