Ideen fürs leere Schulgebäude

Die Grundschule zieht in das Gebäude der bisherigen Mittelschule um. Die Nutzung des frei werdenden Hauses wirft viele Fragen auf. Bild: gi
Lokales
Moosbach
07.05.2015
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Die Grundschule wechselt zum neuen Schuljahr in andere Räume. Was dann mit dem frei werdenden Gebäude passiert, steht noch nicht fest. Vorschläge gibt es aber schon.

Die Verlegung der Mittelschule Moosbach ab dem Schuljahr 2015/16 nach Vohenstrauß stellt die Gemeinde vor neuen Herausforderungen. Dies wurde im in der Sitzung des Marktentwicklungs- und Tourismusausschusses deutlich.

Jung oder Alt

Bürgermeister Hermann Ach erklärte, dass im Gebäude der Mittelschule künftig die Grundschule untergebracht werden soll. Die großzügigen Räume seien dazu bestens geeignet. Derzeit werde das Raumprogramm für die Bildungseinrichtung erstellt. Allerdings fragten die Räte, was aus dem Gebäude der bisherigen Grundschule werde.

Der Rathauschef sprach Möglichkeiten wie eine Altenbetreuung, eine Nutzung durch Jugendliche oder minderjährige Flüchtlinge an. Auch die katholische Jugendfürsorge wurde bereits eingeschaltet. Gemeinderat Josef Hierold stellte die Frage der Verträglichkeit von Schülern und älteren Menschen in so enger Nachbarschaft: "Stört beispielsweise der Kinderlärm?" Zunächst wollen die Verantwortlichen im Rathaus aber Kostenermittlungen für die verschiedenen Möglichkeiten erstellen, um anschließend nach geeigneten Betreibern Ausschau zu halten.

"Wir haben derzeit nur noch einen erschlossenen Bauplatz", gab das besorgte Gemeindeoberhaupt anschließend zu verstehen. Die Erschließung eines Neubaugebiets habe deshalb oberste Priorität. Josef Hierold wies auf die großen Lücken in den vorhandenen Baugebieten hin. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister informierte, dass diese Parzellen noch nicht erschlossen seien. Allerdings habe die Gemeinde noch einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan mit rund 70 Grundstücken aus der Zeit des früheren Bürgermeisters Hans Roßmann in der Schublade.

Schulung für Markträte

Erneut war außerdem die Erstellung des dringend erforderlichen Gemeinde-Entwicklungsplans ein Thema. "Ohne professionelle Begleitung durch einen Fachmann geht da nichts", meinte Ach. Nachdem sich im Vorjahr nur wenige Gemeinderäte für eine zweitägige externe Schulung im Kloster Plankstetten interessierten, sollen nun sie die Möglichkeit erhalten, sich im Rathaus das notwendige Fachwissen anzueignen. Ach wurde beauftragt, mit Plankstetten wegen eines Termins zu verhandeln. "Unter einem halben Jahr werden wir keinen Termin mehr bekommen", bat er die Räte um Geduld.
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