Jagd auf Würmer

Aus der Setterl-Kapelle aus Weiding hatten die Gemeindearbeiter Martin Pfauntsch und Alfred Ferstl (von links) zwei Gebetsbänke zur Begasung gebracht und holten sie wieder ab. Dazu war auch Pfarrer Josef Most anwesend. Bild: gi
Lokales
Moosbach
15.10.2015
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Den Holzwurm ging es in der vergangenen Woche in der Wieskirche an den Kragen. Dabei standen sogar plötzlich Skier im Altarraum.

Die Firma Binker aus Lauf an der Pegnitz hatte den Auftrag, den ganzen Innenraum der Wieskirche zu begasen und den starken Wurmbefall zu stoppen. Vor der Maßnahme wurden alle Fenster und Türen mit Folien abgedichtet, um auch die Fledermäuse im Dachboden nicht zu schädigen.

Auch andere Gegenstände

Hostien und Blumen mussten entfernt werden. Die Bürger konnten ihre vom Holzwurm befallenen Sachen in die Kirche bringen, davon machten sie regen Gebrauch. So standen Bücher, Heiligenbilder, Geigen, Zithern, ein Spinnrad, aber auch Truhen, Schränke, Hocker und Bänke bis hin zu altertümlichen Skiern im Gotteshaus. Die Figur des Auferstandenen aus der Pfarrkirche war ebenfalls darunter.

Schlüssel abgeben

Aus der Setterl-Kapelle aus Weiding hatten die Gemeindearbeiter Alfred Ferstl und Martin Pfauntsch zwei Gebetsbänke gebracht. Alle Schlüssel mussten an das Unternehmen abgegeben werden.

Zwei Tage begaste die Firma das Gotteshaus, ehe sie das Gas abgesaugten und das Gebäude wieder ausreichend belüfteten. Die Experten maßen danach die Raumluft. Erst als keine Spuren des verwendeten Altarion-Vikane-Gases mehr nachweisbar waren und keine Gefährdung durch das Begasungsmittel mehr bestand, gaben sie die Kirche wieder frei. Die Kosten der Aktion betragen 13 000 Euro.
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