Konzept für Breitbandausbau in Moosbach fällt ernüchternd aus
Nicht überall schnell

Moosbach
19.07.2014
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Der Markt Moosbach hat vor einiger Zeit das Regensburger Planungsbüro IK-T mit der Erstellung eines Breitbandausbaukonzeptes beauftragt. In der Gemeinderatssitzung stellte Manfred Gebhardt von IK-T ein Ergebnis vor, das ernüchternd ausfiel.

In den Orten, in denen bereits Glasfaserkabel oder wenigstens Leerrohre dafür vorhanden sind, sind Übertragungsraten von 30 MBit zu erzielen. Das historische Netz der Telekom mit seinen Kupferkabeln setzt aber die Rahmenbedingungen. Das Ziel des Bayerischen Förderprogramms, bis 2018 flächendeckend für ein schnelles Internet mit Übertragungsraten von 30 MBit zu sorgen, dürfte aus finanziellen Gründen in der Gemeinde Moosbach nicht realisierbar sein.

Gebhard stellte drei Varianten vor. Die Billigste mit Kosten von 518 500 Euro sieht ein schnelles Internet in den Orten Moosbach, Etzgersrieth, Saubersrieth, Tröbes, Gebhardsreuth, Heumaden und Gröbenstädt vor. Nach Abzug des Zuschusses müsste die Gemeinde dabei immer noch 83 000 Euro aufbringen. Die zweite Variante mit 629 500 Euro Gesamtkosten würde die Kommune mit 100 720 Euro belasten. Das Erschließungsgebiet würde aber um den Gewerbepark "Hammermühle" erweitert werden. Betriebsansiedlungen wären dann wegen des schnellen Internets wahrscheinlicher. Dafür müsste aber Gröbenstädt auf ein schnelles Internet verzichten. Und ein Ausbau des gesamten Gemeindegebietes würde 1 434 500 Euro kosten und der Gemeinde sogar 484 500 Euro abverlangen. Die Gemeinderäte wollen nun zunächst den Erlass der Förderrichtlinien abwarten und dann über das weitere Vorgehen beraten.
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