Laienspielgruppe der Kolpingsfamilie Moosbach mit zwei Theaterstücken
Wahnsinn mit Karl Valentin

Bei der "Orchesterprobe" frei nach Karl Valentin, ergänzt mit "So ein Theater", gab es einen Angriff auf die Lachmuskeln. In die Rolle des Valentin war Harald Piehler und in die des Kapellmeisters Michael Beugler geschlüpft. Bild: gi
Lokales
Moosbach
23.09.2014
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Zwei lustige Theaterstücke präsentierte die Laienspielgruppe der Kolpingsfamilie Moosbach in der Mühlschleif. Am Ende herrschte allerdings totales Chaos

"Wir sind die Mühlschleifmusi wohl aus Moosbach. Rizzi bi Rizzi ba Rizzi bum" stimmten die vier Musiker bei der Theateraufführung der Kolpingsfamilie in der Mühlschleif bei Niederland ein. Viel Gelächter und tosenden Applaus gab es am Ende der Premiere. Außerdem forderte das Publikum noch Zugaben.

Die Theatergruppe präsentierte als erstes Stück den Einakter "Ein unvergesslicher Besuch" von Thomas Robl. Nach Jahren kündigt sich bei Helga (Angelika Hierold) ihre alte Schulfreundin Erika (Silvia Heuwind) zu Besuch an. Auch ihren Hugo (Armin Bulenda) will sie mitbringen. Da Erika schon immer gerne Haustiere hatte, war es für Helga selbstverständlich, dass es sich bei Hugo um einen Hund handelt. Entsprechend weist sie ihren Mann Gerd (Martin Braun) an, sich um Hugo zu kümmern. Als dieser eintrifft handelt es sich in Wirklichkeit um Erikas Ehemann.

Außerdem verwechselt ihn Tochter Stefanie (Marina Irlbacher) auch noch mit einem Handwerke. Währenddessen vertauscht Opa (Gerhard Wittmann) Erika mit der polnischen Putzfrau. Missverständnisse und Verwechslungen nehmen ihren Lauf. Noch dazu soll Hugo ins Tierheim.

Einen Großangriff auf die Lachmuskeln gab es im zweiten Stück "Die Orchesterprobe" frei nach Karl Valentin, ergänzt mit "So ein Theater". Dabei brillierten Harald Piehler als Valentin und Michael Beugler aus Dirigent.

Weiter wirkten im Orchester mit Thomas Guttenberger (Klavier), Michael Guttenberger (Zither), Markus Heuwind (Trommel und Steirische), Berthold Hierold (Kontrabass), Anja Sauer (Gitarre), Christina Schönberger (Flügelhorn) und Franz Sturm (Bariton) sowie Angelika Hierold als Sängerin, Niki Koller als Hausmeister und Dominik Guttenberger als Tapezierer. Die Probe beginnt mit einem Dialog der Musiker, die zunächst über den Kapellmeister und dessen Unfähigkeit herziehen, bis dieser hinter Valentins Rücken auftaucht.

Er schimpft zunächst seelenruhig über ihn weiter, und als Valentin sein Erscheinen bemerkt, sagt er, dass er gar nicht über den Dirigenten sondern über seinen Bruder spreche. Auf die Aussage des Kapellmeisters, er habe doch gar keinen Bruder, entgegnet Valentin, es gehe um die Schwester. Der Kapellmeister möchte beginnen, Valentin jedoch hat irgendwo das Wort "Pause" vernommen und verlangt nach einer, wobei er dem Kapellmeister in den Mund legt, er habe zur Pause aufgerufen. Auf die Aussage des Kapellmeisters, es fehle den Musikern der Rhythmus , meldet sich Valentin zu Wort: Er kenne diesen zwar nicht, meine aber, den Bruder vom Rhythmus zu kennen.

Der rebellische Orchestermusiker Valentin gerät mit dem zerstreuten und aufbrausenden Kapellmeister immer wieder in die Haare. Nach längeren Diskussionen duellieren sie sich mit Taktstock und Geigenbogen, aber die Probe mit dem Orchester geht noch weiter. Schließlich soll Valentin den Paukisten vertreten, hat aber Probleme mit den Notenblättern. Die Probe versinkt in unbeschreiblichem Chaos. Als es endlich weitergeht, klemmt der Vorhang, und die Sängerin ist nicht zu sehen, also muss sie vor dem Vorhang die "Tulpen aus Amsterdam" trällern. Als dann der Hausmeister und Tapezierer mit der Leiter auf der Bühne zum Reparieren kommen, gab es ein totales Chaos. Am Schluss gab es tosenden Beifall.

Als Souffleuse fungierte Susanne Sturm. Um Maske und Frisuren kümmerten sich Ulrike und Magdalena Guttenberger sowie Hermine Wittmann. Für die Tontechnik war Franz Sturm zuständig, die musikalische Leitung hatten Harald Piehler und Michael Beugler. Zur Unterhaltung in der Pause und danach spielten Hans Balk und Günther Hassmann auf.

Weitere Vorstellungen

Weitere Aufführungen sind am Freitag und Samstag, 26. und 27. September jeweils um 20 Uhr. Karten gibt es in der Raiffeisenbank Moosbach oder an der Abendkasse. Reservierung ist unter Telefon 09656/1321. Der Eintritt kostet 6 Euro. Einlass ist jeweils eine Stunde vor der Vorstellung.
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