Mit Pilzexperte Stefan Hartwig auf Entdeckungstour
Filziger Gelbfuß im Korb

Nach der Wanderung trafen sich die Teilnehmer im Rathaus. Dabei schaute der Sachverständige Stefan Hartwig der Schwammerlsuchern ins Körbchen und erklärte die Pilze. Bild: gi
Lokales
Moosbach
08.10.2015
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Nach der langen schwammerllosen Zeit lud das Touristikbüro zu einer Pilzwanderung ein. Experte Stefan Hartwig von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie führte 32 Bürger in den Wald zwischen Lohma und Pleystein.

Hartwig war zufrieden, denn die Teilnehmer fanden 70 Pilzarten, davon 35 essbare. "Für das trockene Wetter ist das sehr viel", stellte der Pilzsachverständige bei der Durchsicht im Rathaus Moosbach fest. Die Giftigsten waren der "Kahle Krempling" und der Fliegenpilz.

Erstaunt waren die Frauen und Männer über die Vielzahl der gefundenen essbaren Pilze. Einige waren trotz ihrer poppigen Farbe zum Essen geeignet. "Man darf nicht nur auf die Farbe gehen." Auch die Nase diene der Identifikation. Gefunden wurden auch besondere Exemplare wie die drei Arten von Gelbfüßen: der filzige Gelbfuß, der kupferrote Gelbfuß und das Kuhmaul. Wo letzteres wächst, da wächst auch der Steinpilz.

In den Körben stellte Hartwig Raritäten wie den Schaf-Porling, den Semmel-Porling und den Ziegenfuß-Porling fest. "Diese sollten nicht gesammelt werden", legte er den Teilnehmern ans Herz. Auch von den drei verschiedenen Schwefelköpfen sei nur das graublätterige genießbar. Natürlich wurden bei der Pilzexkursion die klassischen Arten der Pilze wie Steinpilze, Maronen, "Zigeunerpilze" und Pfifferlinge gefunden.

Pilze, die gegessen werden sollen, müssen auch auf Schimmelstellen untersucht werden. Eindringlich bat Hartwig die Teilnehmer angeschimmelte Stellen nicht herauszuschneiden, sondern den ganzen Pilz wegzuwerfen. Der Fachmann empfahl, im Zweifelsfalle ihn unter Telefon 09651/916075 anzurufen.
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