Mit Tempo 18 zum Großglockner

Manfred Söffker (links) aus Segelhorst bei Hameln und sein Hund Bella legten auf der Rückreise vom Großglockner mit einem Deutz-Oldtimer einen Zwischenstopp bei Oldtimerfreund Gerhard Lingl in Moosbach ein. Bild: gi
Lokales
Moosbach
13.07.2015
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"Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum", steht mit großen Buchstaben auf der Rückseite des Wohnwagens von Manfred Söffker. Diesen Spruch hat sich der 63-jährige Rentner zu eigen gemacht.

Er hat sich am 16. Juni mit seinem 24 PS starken Trecker Deutz, Baujahr 1959, Tempo 18, mit Wohnwagen und seinem Hund Bella von Segelhorst bei Hameln an der Weser auf die Reise gemacht mit dem Ziel Großglockner. Auf dem Rückweg legte er einen Zwischenstopp auf dem Bauernhof seines Moosbacher Oldtimerfreundes Gerhard Lingl ein. Lingl gehört dem Vorstand der Oldtimerfreunde Moosbach an.

Von Segelhorst ging es ins Sauerland, in die Rhön, das Altmühltal am Chiemsee und dann nach Fehrleiten/Österreich zur Mautstation der Großglockner Hochalpenstraße. Sein Ziel, die höchste fahrbare Stelle des Großglockners mit 2506 Metern, hat er mit dem Deutz am 28. Juni erreicht. Von da aus fuhr er weiter durch Österreich. Geschlafen und gekocht wurde auf Zeltplätzen oder in freier Wildbahn im Wohnwagen. Immer dabei war sein treuer Begleiter, Hund Bella. Söffker habe sehr viele nette Menschen getroffen, freute sich Söffker. In Österreich hat mit dem Deutz einen Berg nach dem anderen bezwungen, bis zu 16 Prozent Steigung und 34 Grad Außentemperatur. Den Rückweg hat er in Richtung Königsee angetreten, danach ging es in den Bayerischen Wald und dann in den Oberpfälzer.

"Wie schön kann Deutschland sein", schwärmte er. Weiter ging es in den Steinwald, Fichtelgebirge, in den Harz und zurück in die Heimat. Bis Moosbach habe Söffker 1600 Kilometer geschafft, erzählte er Lingl und über 600 Kilometer sind es noch mal bis nach Hause. Täglich fährt er rund sechs bis sieben Stunden, also etwa 80 Kilometer. Mit seinem Navi am Bord des Traktors, das ihm den Weg von Norden nach Süden anzeigt, könne der 63-Jährige Nebenstrecken fahren. Sein Aufkleber am Wohnmobil "Hetz mich nicht" ist sein Motto. Seit circa zwei Jahren habe er die Fahrt geplant. Er sei ein Trecker und verrückter Steinbock (Sternzeichen) der alles durchgesetzt und schafft, was er will. Früher fuhr er große, schnelle Motorräder und war fast in ganz Europa unterwegs. Aber seit er vor drei Jahren Opa von Drillingen (drei Jungen) wurde, ist der Rentner auf den Trecker mit der Höchstgeschwindigkeit 22,6 km/h umgestiegen. Zum Oldtimertreffen im Heimatfestjahr 2017 will Söffker wieder nach Moosbach kommen. Das machte er mit seinem Oldtimerfreund Lingl aus.
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