Musik-Feuerwerk für Anja

Beim "Böhmischen Traum" spielten alle Musikanten gemeinsam. Die vielen Zuhörer des Benefizkonzerts gerieten dabei regelrecht ins Schwärmen. Bild: gi
Lokales
Moosbach
24.03.2015
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Die Benefizveranstaltung "Hilfe für Anja - Musik öffnet die Herzen" in der Moosbacher Turnhalle war ein Riesenerfolg. Kein Platz war mehr frei, als Moderator Thomas Guttenberger die Zuhörer begrüßte.

Die Kolpingsfamilie Moosbach, die "Mühlschleifmuse" und die Kindertagesstätte Don Bosco Vohenstrauß hatten als Veranstalter mit der Verlegung von der Stadthalle nach Moosbach eine logistische Meisterleistung vollbracht. Hans Balk aus Vohenstrauß sprach von Ratlosigkeit in der vierköpfigen Initiativgruppe, als Anja Spitzner mit der schlimmen Diagnose konfrontiert wurde. "Die Deutsche Knochenmark-Spender-Datei bestärkte uns, eine Typisierungsaktion ins Leben zu rufen um einen Spender zu finden."

40 Lebensretter

2595 Menschen hatten sich typisieren lassen. Aus der Aktion gehen weitere rund 40 Lebensretter hervor. Balk sprach auch die gewaltigen Kosten an. Mit den bisherigen Spenden von 112 000 Euro sind fast 90 Prozent gedeckt. Er dankte Dr. Harald Piehler, der das Musikantentreffen mit der "Mühlschleifmuse" in die Tat umsetzte. Anschließend erlebten die Zuhörer ein Feuerwerk oberpfälzischer Volksmusik. Den Auftakt machte die "Mühlschleifmuse", die mit einem aus ihrer Feder stammenden lustigen Begrüßungslied für Heiterkeit sorgten. Der "Eisenbahn-Zoiglexpress" mit Ex-Polizeichef Richard Wagner stand dem in nichts nach.

Was wäre ein Musikantentreffen ohne Horst Beugler? Mit seiner Zither und den Liedern "Geschichten aus dem Wienerwald", "Der Dritte Mann", "Mariandl" und das "Echo vom Königssee" spielte er sich in die Herzen der Zuhörer. Für einen Knaller sorgten die "Original Oberkrainer Freunde". Mit dem "Slowenischen Bauerntanz", dem "Hirtenlied", dem "Lipizzaner Reitermarsch" und dem "Trompetenecho" brachten sie die vielen Fans in Rage. Beifall und viele Zugaben waren die Folge.

Für Lachsalven sorgte der Oberpfälzer Witzemeister und Gstanzlsänger "Lucky aus Kohlberg". Größtenteils eigene Lieder sangen die "Seebauer Moidla". Spontan stieg der Insendorfer Wolfgang Butz mit dem Akkordeon auf die Bühne und unterstützte die Benefizaktion. Eigens für die Veranstaltung gründeten sechs Sänger "aus der Mühlschleif-Szene" die Formation "A weng a Gsang".

Erlös steht noch nicht fest

Bei der "Böhmischen Blechblousn" gab Bürgermeister Hermann Ach mit seiner Trompete den Ton an, ebenso der Leiter der Moosbacher Musikanten Franz Sturm. Alle Musikanten beendeten mit dem "Böhmischen Traum" ein außergewöhnliches Konzert. Der Erlös steht noch nicht fest.
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