Neuer Chef für Siedler

In der Jahreshauptversammlung wählte die Siedlergemeinschaft Peter Rieß (vorne, Mitte) zum neuen Vorsitzenden. Stellvertreter sind Christine Meindl und Georg Kleber (vorne, Zweite und Vierter von links). Bezirksvorsitzender Christian Benoist (vorne links) und Bürgermeister Hermann Ach (vorne rechts) gratulierten. Bild: gi
Lokales
Moosbach
22.11.2014
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Vorsitzender Konrad Lingl hatte die Moosbacher Siedlergemeinschaft sieben Jahre durch alle Höhen und Tiefen geführt. Nun kandidierte er nicht mehr. In der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder seinen Nachfolger.

Im Vereinslokal Bock bestimmten die Teilnehmer den bisherigen Kassier Peter Rieß zum neuen Vorsitzenden. Stellvertreter sind Christine Meindl und Georg Kleber. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Roland Kleber (Schriftführer), Anita Sachs (Kassier) und als Beisitzer Marion Rappl, Karl-Heinz Rappl, Jürgen Steiner, Claudia Rieß, Florian Ahnert, Rudi Schmidt, Daniela Rappl, Jens Ketscher, Josef Enslein, Stefanie Ach, Herbert Hanauer und Stefan Wittmann. Die Kasse prüfen Josef Rauch und Anja Kleber.

Bürgermeister Herrmann Ach würdigte die vielen Leistungen der Siedlergemeinschaft. Der Markt profitiere sehr viel davon. Die Blumenpflege der Siedler wirke sich positiv auf den Tourismus aus.

262 Mitglieder

Die bisherige Schriftführerin Daniela Rappl informierte über die vielen Aktivitäten der 262 Mitglieder starken Gemeinschaft. Kassier Rieß präsentierte die finanzielle Entwicklung. Die Mitglieder konnten sich davon überzeugen, dass der Verein auf einer finanziell guten Basis stehe. Gerätewart Karl-Heinz Rappl erklärte, dass die Ausleihe von Geräten stark rückläufig sei. Der Gerätepark sollte deshalb neu gestaltet werden.

Rückblick auf Amtszeit

Der scheidende Vorsitzende Konrad Lingl blickte auf seine siebenjährige Amtszeit zurück. In dieser Zeit wurden 38 Mitglieder zu Grabe getragen. 30 neue Mitglieder waren zu verzeichnen und 200 Mitgliedern wurde zu runden Geburtstagen gratuliert. Lingl erinnerte an die komplette Innenrenovierung des Siedlerhauses, an die Übernahme von drei Patenschaften und die Ausarbeitung einer komplett neuen Vereinssatzung, die weithin als Mustersatzung gelte.

Vier Obstbaum- und fünf Motorsägekurse habe es unter Lingls Regie gegeben. Bei jedem Vereinsjubiläum in der Gemeinde waren die Siedler dabei. Leider nur ein Traum von ihm und von Pfarrer Josef Most blieb der Bau einer Kapelle im Baugebiet "Ziegeltrath". Der neuen Vereinsführung wünschte er viel Erfolg und dem Verein eine gute Zukunft.

Der neue Vorsitzende Rieß wünschte sich eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Er dankte Lingl. "Du warst ein Vorsitzender, wie man sich ihn nur wünschen kann. Was du geleistet hast, lässt sich gar nicht beschreiben." Rieß riss auch gleich seine Vorstellungen für 2015 an. Dazu gehören das Aufstellen eines Maibaums, die Teilnahme am Gartenmarkt, die Aktion "Saubere Landschaft", eine Ausflugsfahrt, ein Referat für Gartengestaltung, die Herausgabe eines Faltblatts mit aktuellen Daten, eine Wanderung, Radtouren und Schafkopfrunden.

Hans-Peter Bauridl hielt es für eine Ungerechtigkeit, dass nur die Siedler in den Neubaugebieten gleich mit 90 Prozent zu den Kosten der Straßenbauten herangezogen wurden. Die anderen Bürger hatten gar nichts zu zahlen. Wenigstens 30 Prozent wären gerecht gewesen.

Bezirksvorsitzender Christian Benoist dankte der Siedlergemeinschaft und der Gemeinde Moosbach für die gute Zusammenarbeit. Er sprach den Mitgliederschwund in vielen Gemeinschaften an, der auch zu finanziellen Problemen führe. Es werde auch immer schwerer, Leute zu finden, die ein Ehrenamt übernehmen.

Wie eine Enterbung

Ein Problem für die Siedler sah Benoist in den vor 30 Jahren gebauten Siedlungsstraßen in Neubaugebieten. Bei Erneuerungen müssen die Bürger erneut zahlen. Die Ausbaubeitragssatzung in Gemeinden gleiche einer Enterbung. Andere Kommunen gingen neue Finanzierungswege, bei der nicht nur der Eigentümer, sondern auch der Mieter zu dem Straßenunterhalt mitzahlen.
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