Offen und geradlinig

Viele Trauergäste, darunter über 30 Priester, erwiesen dem verstorbenen Pfarrer Erwin Feil die letzte Ehre. Bild: gi
Lokales
Moosbach
01.08.2015
25
0

Viele Menschen kamen nach Moosbach, um Ruhestandspfarrer Erwin Feil das letzte Geleit zu geben. Der in Ragenwies am 24. April 1943 geborene Priester verstarb am vergangenen Sonntag in Vohenstrauß im Alter von 72 Jahren. Feil war der letzte Geistliche, der aus der Pfarrei Moosbach zum Priester geweiht wurde.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul war voll besetzt, als über 30 Geistliche - unter ihnen Generalvikar Michael Fuchs aus Regensburg und Dekan Johannes Lukas aus Weiden - in Konzelebration die Trauerfeier hielten. Am Requiem nahmen auch die Moosbacher Heimatpriester Professor Dr. Alfred Hierold, Prälat Hermann Hierold, Pater Berthold Brandl, Pfarrer Hermann Schötz und Johann Neuber teil.

Arbeitsreiches Leben

Der Kirchenchor unter Leitung von Hubert Reimer begleitete Requiem und Beisetzung im Friedhof. Stadtpfarrer und Dekan Johannes Lukas von der Pfarrei St. Konrad in Weiden feierte mit den Priestern die Messe und in Konzelebration am Altar mit Pfarrer Michael Killermann, Prälat Robert Hüttner, Prälat Michael Fuchs aus Regensburg und Pfarrer Josef Most.

Generalvikar und Prälat Fuchs blickte auf das arbeitsreiche Leben des Verstorbenen zurück. Wer Feil kannte, wusste, dass ihn manches belastete. Bekannt war seine unkomplizierte Art. Pfarrer Andreas Hanauer aus Schirmitz sprach für die Kurskollegen, die mit Feil 1971 zum Priester geweiht wurden. "Nach dem Abitur war für den Erwin klar, dass er Priester werden wolle." Er habe bereits seit über 50 Jahren, aus der Gymnasialzeit, gemeinsame Wege mit Feil bestritten.

Im Dienst des Herrn

Hanauer bezeichnete Feil als "lieben Kurskollegen", der für seine Offenheit und Geradlinigkeit bekannt war. Er blickte auf die fast 45-jährige Treue von Feil im Dienste des Herrn zurück. Einen sehr tiefgründigen Nachruf gab Pfarrer Michael Killermann aus Irlbach und Straßkirchen/Niederbayern für seinen verstorbenen Vorgänger. Auch der zweite Bürgermeister von Straßkirchen, Heinrich Ring, sprach ehrende Worte.

Mit zwei Bussen waren die Gläubigen aus Straßkirchen zur Beerdigung ihres früheren Pfarrers nach Moosbach gekommen. Sie dankten Feil für 29 Jahre Wirken in ihrer Pfarrei. Nach dem Requiem bewegte sich ein langer Zug mit Pfarrer Josef Most und den Ministranten zum Friedhof. Eingereiht hatte sich Feils Bruder Michael mit Familie, Angehörigen und Verwandten, Priestern und allen Trauergästen, angeführt von der Musikkapelle.
Weitere Beiträge zu den Themen: August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.