Partnerschaft zwischen den Schulen Moosbach/Eslarn und Belá vor 25 Jahren gegründet - Viele ...
Durch Respekt Sprachbarrieren überwinden

Das von Musiklehrer Wolfgang Ziegler verfasste Singspiel begeisterte die Besucher bei der Schulpartnerschafts-Jubiläumsfeier. Bild: gi
Lokales
Moosbach
21.05.2015
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Mit einem Festakt in der Turnhalle feierten die Volksschulen Eslarn und Moosbach mit der Zentralschule Belá nad Radbuzou 25 Jahre Partnerschaft sowie den Europatag. "Nach langen Jahren der Trennung, in denen wir durch Grenze und Stacheldraht getrennt waren, kam 1990 endlich der Tag an dem Grenze und der Stacheldraht fielen", freute sich Bürgermeister Libor Picka.

Der Leiter der Musikschule, Wolfgang Ziegler, hatte für den Schulchor ein kleines Singspiel geschrieben, für das es sehr viel Applaus gab. "Wir feiern heute Silberhochzeit", rief Rektor Josef Rauch den Gästen zu. Er blickte auf die vielen Höhen und Tiefen in dieser langen Zeit zurück. Entscheidend sei aber immer gewesen, dass man sich gegenseitig mochte und schätzte. So hätten die Verantwortlichen auch Probleme gemeistert.

Gemeinsame Ausflüge

Rauch erinnerte an zahlreiche gemeinsame Ausflüge zu KZ-Gedenkstätten, zum Bendlerblock und Hohenschönhausen in Berlin oder nach Mödlareuth. Er sprach den Geschichtsunterricht in beiden Sprachen an, die zu gegenseitigem Begreifen, Toleranz und Verständnis führten.

Die in Bayern einmalige Partnerschaft hat schon viele Auszeichnungen bekommen. Leider werde die Freude durch die Schulreformen (Auflösung der Hauptschule Eslarn und der Mittelschule Moosbach) getrübt. "Wir lamentieren oder resignieren aber nicht, sondern werden auch in Zukunft im Rahmen unserer Möglichkeiten weitermachen", erklärte Rauch. Er dankte besonders Picka, Schulleiter Miroslav Novy sowie den Lehrerinnen Kamila Cislerova und Anna Ulmanova mit Erinnerungsgeschenken.

Dritter Bürgermeister Konrad Lingl aus Moosbach dankte den Urhebern der Partnerschaft Ulmanova und Rauch. Sie hätten einen mühevollen Weg beschritten. "Viele Vorurteile mussten abgebaut und die Sprachbarriere überwunden werden." Er wünschte, dass die Partnerschaft auch nach Wegfall der Moosbacher Mittelschule weiterhin gelebt werde. Spontan stellte er seine Bürgermeisterentschädigung der Monate Mai und Juni den Kindern für Süßigkeiten zur Verfügung.

"Wir sind froh, dass wir Herrn Rauch und Frau Ulmanova haben, die vor 25 Jahren diese Partnerschaft begannen, weil sie überzeugt waren, dass dies der richtige Weg ist, sich wieder näher zu kommen", dankte Picka den beiden. Die Bilanz sei gut.

Schulleiter Miroslav Novy dankte den deutschen Partner für die vielen unvergesslichen Erlebnisse bei gemeinsamen Ausflügen und Treffen. Die Sprache sei kein Hindernis gewesen, sich näher zu kommen, weil man sich gegenseitig respektierte. Mit den deutschen Freunden gelangen ihnen die ersten Schritte in die EU. "Ich bin über alles Gelaufene sehr froh", gestand der tschechische Pädagoge. Rauch lud anschließend zum Besuch der Aktionen und Ausstellungen in Pausenhalle und -hof ein.
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