Passable Lösung passé

Ein neues Urnenfeld entsteht im östlichen Teil des Moosbacher Friedhofs im Anschluss an die historischen Gräber der Familie Mühlhofer und des 1839 verstorbenen Pfarrers Seiler. Bild: gi
Lokales
Moosbach
18.10.2014
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Moosbach fehlt nach wie vor die Anbindung an den Bocklweg. Ein Feldweg wäre eine passable Lösung gewesen. Doch auch diese Chance ist nun vertan.

Nach dem Bau der Autobahn A 6 im Bereich der Brücke bei Lohma war eine Neuordnung der Gemeindegrenzen zwischen Pleystein und Moosbach erforderlich geworden. Die Abzweigung zur Hammermühle gehört künftig beiden Gemeinden je zur Hälfte.

Der weiterführende unbefestigte Feldweg fällt an Pleystein. Diese Strecke würde sich vorzüglich für eine sehr günstige Anbindung von Moosbach an den Bocklweg durch Nutzung der Autobahnuntertunnelung eignen. Das Gremium segnete allerdings die Grundstücksverteilung zwischen Pleystein und Moosbach einstimmig ab.

Urnenfeld für Friedhof

Der Moosbacher Friedhof erhält ein Urnenfeld im Anschluss an die historischen Grabstellen an der Ostseite. Die Aufstellung einer Stele, bei der die Urne des Verstorbenen mit der Asche oberirdisch beigesetzt werden kann, lehnten die Räte aus Kostengründen ab. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, die notwendigen Satzungsänderungen auszuarbeiten.

Geschäftsleute und andere Durchreisende benötigen oft schnellen Zugriff zum Internet. Kabel Deutschland oder die Telekom bieten dafür sogenannte Hot-Spots an. Ein mit dem entsprechendem Logo gekennzeichneter Ort zum Beispiel am Marktplatz würde das ermöglichen. Dafür fielen monatliche Kosten von 30 Euro an, die die Gemeinde tragen müsste.

Der Tourismusausschuss hielt in einer Sitzung diese Einrichtung aus Sicht des Fremdenverkehrs nicht für notwendig. Das sieht auch Bürgermeister Hermann Ach so, denn Durchreisende könnten das WLAN-Angebot der örtlichen Gaststätten nutzen. Hans Meier und Erhard Scheuerer sprachen sich für eine Rückstellung der Entscheidung um ein Jahr aus. Sie hielten das Ganze für eine zukunftsträchtige Sache. Mit 8:5 sprach sich das Gremium jedoch gegen eine Hot-Spot-Station in Moosbach aus.

Bürgermeister Ach berichtete, dass die Planungsarbeiten für das Breitbandkabel mit Hochdruck laufen. Um die Höchstförderung zu bekommen, sollte Moosbach mit einer Nachbarkommune zusammenarbeiten. Durch diese Kooperation würde sich die Förderung pro Kommune um 50 000 Euro erhöhen. Unzureichend versorgte Randbereiche des Markts wie Gaisheim oder Ödpielmannsberg könnten davon nur profitieren.

Breitband-Kooperation

Als Partner würden sich Vohenstrauß oder Oberviechtach anbieten. Meier sprach sich für eine Zusammenarbeit mit beiden Städten aus, "denn eine optimale Breitbandversorgung der gesamten Gemeinde müsse unser Ziel sein". Erika Sauer meinte, dass mit jedem weiteren Kooperationsvertrag die Kosten steigen, Moosbach aber nur einmal die 50 000 Euro bekommen würde. Ödpielmannsberg könne eventuell von der Verbesserung der Situation in Böhmischbruck profitieren. Einstimmig beschloss der Gemeinderat, auf dem Breitbandsektor mit Oberviechtach zusammenzuarbeiten.

Nichts einzuwenden hatten die Gemeinderäte gegen eine Änderung des Flächennutzungsplans "Wohngebiet Wiesenweg". Außerdem wurde der Verwaltungsangestellte Sebastian Sperl zum stellvertretenden Kassenverwalter bestellt.

Ach wies abschließend noch auf die Unterschriftenaktion gegen den Stellenabbau bei der Polizeiinspektion Vohenstrauß hin. Im Rathaus liegen dazu noch bis Dienstag, 28. Oktober, Listen auf. Er rief die Bevölkerung auf, sich einzutragen, damit die bewährte und erforderliche Dienststellenstruktur auch in Zukunft gewährleistet sei.
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