Podium für regionale Händler

Erika Sauer (sitzend, Mitte) steht weiter an der Spitze der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft Moosbach-Waidhaus. Dazu gratulierten (von links) die Bürgermeister Reiner Gäbl, Hermann Ach und Margit Kirzinger, zugleich stellvertrende Landrätin, sowie Dr. Norbert Sandner. Bild: pi
Lokales
Moosbach
01.04.2015
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Erika Sauer und ihr Vorstandsteam genießen für weitere drei Jahre das Vertrauen der Mitglieder der Bäuerlichen Schlachtgemeinschaft Moosbach-Waidhaus. Bei der Jahreshauptversammlung hoben die Redner die Wichtigkeit der Direktvermarkter hervor.

Bürgermeister Hermann Ach sprach in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Bodensteiner, Tröbes, von einer erfolgreichen Arbeit. Laut ihm war die Zusammenarbeit immer harmonisch und problemlos. "Es hat nie eine Diskussion wegen einer Auflösung der Schlachtgemeinschaft gegeben", versicherte der Rathauschef. Für ihn stehe die regionale Selbstvermarktung mit an erster Stelle.

Acht Notschlachtungen

Vorsitzende Sauer bezifferte den Mitgliederstand auf 124 und blickte auf "ein "wieder unspektakuläres Jahr mit einer erfreulichen Statistik" zurück. 2014 wurden insgesamt 40 Rinder geschlachtet. "Darunter waren acht Notschlachtungen", sagte sie und informierte über die 2015 bis dato erfolgten 17 Schlachtungen.

"Die EU spielt bei der Gesetzgebung eine enorme Rolle", sagte Dr. Norbert Sandner. Nach den Worten des Leiters der Abteilung Veterinärwesen und Verbraucherschutz im Landratsamt Neustadt "werden aber EU-Hygienevorschriften durch nationale ergänzt".

Der Referent befasste sich ausführlich mit den Lebensmittelhygiene-Anforderungen für Direktvermarkter. "Lebensmittel-Unternehmer tragen die volle Verantwortung und sind zu Eigenkontrollen verpflichtet". Dabei betonte er die Meldepflicht aller Lebensmittel-Betriebe zur Registrierung. Zulassungspflichtig sind seinen Worten zufolge selbstschlachtende Direktvermarkter, wobei er hinwies: "Auch Filialen und Marktstände sind Einzelhandelsunternehmen." Nicht den EU-Hygienereglungen unterliegen "Hausschlachtungen".

Die stellvertretende Landrätin und Waidhauser Bürgermeisterin Margit Kirzinger brach eine Lanze für die Direktvermarktung und fand: "Da habe ich einfach ein gutes Gefühl. Außerdem sollten wir den regionalen Händlern ein Podium bieten."
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