Schäden in Millionenhöhe

An dieser Stelle der Ortsdurchfahrt Burgtreswitz wird besonders gerast. Gut 50 Prozent der Verkehrsteilnehmer sollen hier zu schnell fahren. Die Anlieger fordern deshalb von der Gemeinde und dem Landkreis, endlich dagegen vorzugehen. Bild: gi
Lokales
Moosbach
10.04.2015
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Die Gemeindeverbindungsstraßen von Moosbach befinden sich in einem schlimmen Zustand. Im Haushalt stehen 600.000 Euro für Instandsetzungsmaßnahmen bereit. Mit einer Prioritätenliste will der Bauausschuss das Problem angehen.

In der Bauausschuss-Sitzung im Rathaus setzte das Gremium die Instandsetzung der Straße von Tröbes nach Ragenwies an die erste Stelle. Die Trassen von Niederland nach Etzgersrieth, von Isgier nach Burkhardsrieth, von Isgier nach Lohma mit dem Brückenbau über die Pfreimd, von Grub zur Staatsstraße 2155 und die Strecke von Gaisheim nach Lohhof sollen nach und nach an die Reihe kommen.

Konkrete Formen

Die Mitglieder waren sich darüber im Klaren, dass mehrere Millionen Euro dafür erforderlich sind. Die Instandsetzung der Straße von Tröbes nach Ragenwies nahm in der Sitzung schon konkrete Formen an. Josef Hierold sprach sich für eine große Maßnahme mit Beseitigung der vorhandenen Engstellen und mit 5,50 Meter Breite aus. Im Laufe der Beratungen stellte sich die Frage, ob bei einem großzügigen Ausbau von Tröbes her auch die Parallelstraße nach Ragenwies aus Saubersrieth kommend aufrechterhalten werden könne. Bürgermeister Hermann Ach schlug Erhebungen und Verkehrszählungen vor. "Wenn man kein Geld hat, muss man prüfen, ob ein Ort wie Ragenwies von zwei Straßen erschlossen werden muss", gab Geschäftsleiter Andreas Hofmeister zu bedenken. Immerhin betrage der Umweg nur 1,3 Kilometer.

Verschiedene Granit-Randsteine des Gehwegs im Neubaugebiet Burgtreswitz sind so porös, dass sie auseinanderfallen. Im Ausschuss kam deshalb ein Rückbau des Bürgersteigs zur Sprache. Bauhofleiter Johann Schnupfhagn hielt diese Lösung nicht für sinnvoll. Er schlug den Einbau neuer Granitbordsteine in Eigenleistung durch den Bauhof vor. Nun sollen Firmenangebote eingeholt werdenen, der Bauhof könnte eventuell mitarbeiten, sagte Ach.

Die Straßenbeleuchtungsmasten der Gemeinde wurden auf ihre Standsicherheit überprüft. Der Bürgermeister meinte, dass vor einer Erneuerung der maroden Masten zu prüfen sei, ob die Lampe überhaupt noch notwendig sei. So stehe an der Kreuzung Isgier-Burkhardsrieth eine Leuchte, die gar keine Funktion habe und deshalb zu entfernen sei. Zur Sprache kam auch die von einer Spezialfirma eingezogene, durchgehende Linie mit kleineren Unterbrechungen, damit Anlieger aus ihren Anwesen herausfahren können. Damit sollen das Überholen und überhöhte Geschwindigkeiten unmöglich gemacht werden. Die Betroffenen bezweifeln die Effektivität der Linie. Ach schlug vor, dies von der Polizei überprüfen zu lassen. Außerdem will der Rathauschef die Kosten für einen Fahrbahnteiler feststellen lassen.

Feuerwehrhaus abgerissen

Ach gab weiter bekannt, dass es nach acht Jahren nun endlich gelungen sei, das alte Feuerwehrhaus in Rückersrieth abzubrechen. Nun stelle sich die Frage, wie der Platz und der Keller künftig genutzt werden. Er könne sich eine Lösung vorstellen, dass der Keller aufgelassen und ein Teil des Grundstücks mit einer Sitzgruppe ausgestattet und der nicht benötigte Teil verkauft werde. Immerhin laufen an dem Punkt einige Wanderwege zusammen. Auch die Aufstellung einer Geschichts- und Wanderkarte sei möglich. Josef Schafbauer sprach sich für den Erhalt des Kellers, als ein Stück "Altrückersrieth" aus.
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