Schloss braucht Blitzschutz

Lokales
Moosbach
13.06.2015
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Erstmals in seiner 900-jährigen Geschichte erhält das Schloss Burgtreswitz eine Blitzschutzanlage, obwohl kein Fall eines Einschlags bekannt ist. Nur wenige Burgen und Schlösser sind mit einer solchen Anlage ausgestattet. Das Landratsamt Neustadt besteht aber auf einer Installation.

"Was ist, wenn wir die Arbeiten nicht machen lassen?", wollte Hans Maier in der Marktratssitzung wissen. "Dann wird die Nutzung des Schlosses untersagt", antwortete Bürgermeister Hermann Ach. Die Firma PESA aus Pyrbaum-Seligenporten erhielt für 27 025 Euro den Zuschlag. Mit Grabungs- und Gerüstarbeiten kostet die Anlage 39 200 Euro.

Lift für Grundschule

Die Eingliederung körperlich behinderter Kinder in Schulen wird immer wichtiger. Die Grundschule wird deshalb mit einem Plattformlift ausgestattet. Es ist mit Kosten von 24 000 Euro, zuzüglich Elektroinstallation und Entkernung des Gebäudes zu rechnen, erklärte Ach. Dazu gibt der Freistaat 40 Prozent Zuschuss.

Positive Gespräche

Die Grundschule wird ab dem kommenden Schuljahr in der bisherigen Mittelschule untergebracht. Das bisherige Grundschulgebäude soll eine Folgenutzung erhalten. Der Rathauschef erklärte, dass positive Gespräche mit einem Träger stattfanden. Namen wollte er aber noch nicht nennen.

Beim Neubau der Pfreimdbrücke muss der Markt Kanal- und Wasserleitungen auswechseln. Die Planungsarbeiten für die rund 200 000 Euro teuere Maßnahme wurden an das Ingenieurbüro Zwick aus Weiden vergeben. Es ist mit Ingenieurskosten von rund 28 000 Euro zu rechnen.

Nichts einzuwenden hatte das Gremium gegen einen Bauantrag von Max und Maria Voit, Moosbach für den Neubau eines Carports. Auch zu den dazu erforderlichen Befreiungen von den Vorschriften des Bebauungsplanes, wie Übernahme von Abstandsflächen oder Überschreitung der Baugrenzen hatten die Gemeinderäte keine Einwendungen.

Die Kommune verwaltet die gemeindlichen Rechtlerwälder. Sie bekommt von den Rechtlern ein Drittel der Überschüsse aus den Holz-Verkaufserlösen. Die restlichen zwei Drittel erhalten die Nutzungsberechtigten. Der gemeindliche Rechnungsprüfungsausschuss hat bei der Prüfung der Jahresrechnung 2014 vorgeschlagen, dass die Rechtler außerdem noch Verwaltungskosten bezahlen sollten. Dieser Meinung schloss sich das Gremium nicht an, denn mit der Ein-Drittel-Pauschale sind die Verwaltungskosten abgegolten.

Der Rechnungsprüfungsausschuss schlug auch eine Neufestsetzung des Nutzungsentgelts für den Parkplatz Brunnenstraße vor. Bisher konnten darauf kostenlos Feste gefeiert werden. Nur Kosten wie Strom, Wasser, Abwasser, Reinigung und vieles mehr waren zu bezahlen. In der Diskussion ging es um eventuelle Bezugsfälle bei der Nutzung anderer öffentlicher Plätze. Die Angelegenheit wurde immer undurchsichtiger, so dass Armin Bulenda vorschlug, dass die vom Prüfungsausschuss nicht ganz durchdachte Angelegenheit nochmals im Ausschuss beraten werden sollte. Grünes Licht gab es für die Bauleitplanung der Stadt Vohenstrauß hinsichtlich der Ortsabrundung für den westlichen Ortsrand von Oberlind, weil die Interessen von Moosbach nicht berührt sind.

Ach gab bekannt, dass sich das katholische Pfarramt Moosbach künftig an den Unterhaltungskosten der Läutewerke in den zahlreichen Dorfkapellen mit einem Drittel der Kosten beteiligen wolle. Voraussetzung sei aber, dass auch die Gemeinde und die Dörfer sich mit je einem Drittel beteiligen.

Kita-Plätze reichen

Hans Maier fragte, ob die Kindergarten- und Kita-Plätze in der Gemeinde ausreichen. Er wisse, dass ein Kind aus der Gemeinde wegen eines Gen-Defekts nicht aufgenommen wurde. Ach erklärte, nichts von Abweisungen gehört zu haben und bestätigte, dass die Plätze knapp ausreichen, wobei es eine Warteliste gebe. Der Rechtsanspruch auf Kita-Plätze verpflichte die Gemeinde und nicht den Träger.
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