Selbstständigkeit kommt teuer

Lokales
Moosbach
04.12.2014
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Gleiche Wasser- und Abwassergebühren sowie Asylbewerber waren zentrale Themen der Bürgerversammlung im völlig überfüllten Rathaussaal. Aber auch die Verkehrsverhältnisse in Burgtreswitz kamen zur Sprache.

Lautstark wandte sich Josef Kleber aus Sägmühle gegen weitere Belastungen durch die Sanierung der Quellen für Gaisheim. "Ich habe schon 13 000 Euro für Abwasser und Wasser bezahlt." Bürgermeister Hermann Ach wies auf den schlechten Zustand der Wasserversorgung Gaisheim und die niedrigen Quellschüttungen hin.

Wahlversprechen

Gaisheim habe vor Jahren für seine Wasserversorgung trotz günstigerer Lösung den Weg der Selbstständigkeit gewählt. Das komme in einer kleinen Solidargemeinschaft oft teuer. Christian Feil aus Ragenwies erinnerte an die Wahlversprechen aller im Gemeinderat vertretenen Parteien, die Abwasseranlage Ragenwies mit Moosbach zusammenzuschließen.

Die Kanalgebühren von fast 5 Euro pro Kubikmeter würden dadurch beträchtlich sinken und die Bürger in Moosbach nur leicht belasten. Ach verwies auf die Abstimmung im Marktrat am Dienstag, 9. Dezember.

Gemeinderat Josef Rauch war dem Wunsch der Ragenwieser gegenüber aufgeschlossen. Jedoch müssen nicht nur einheitliche Kanal-Abgaben eingeführt, sondern auch die Wassergebühren vereinheitlicht werden. Vorher müssen alle Sanierungsarbeiten wie an der Wasserversorgung Gaisheim abgeschlossen und abgerechnet sein. Außerdem wandte sich Rauch gegen die von der Verwaltung geplanten Grundgebühren beim Abwasser. Für eine alleinstehende ältere Person würde das zu einer gewaltigen Belastung führen.

Marktrat Johann Schnupfhagn sprach die Verkehrsverhältnisse in Burgtreswitz an. Zentrale Frage war, ob nach Fertigstellung der Brücke der Verkehr durch den Ort auf 12 Tonnen gesperrt wird. Ach verwies auf die Zusagen des früheren Landrats Simon Wittmann.

Kein Kreisverkehr

Einen Kreisverkehr hielt Ach finanziell für nicht machbar. Einem Fahrbahnteiler und einer Begrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde war er nicht abgeneigt. Bei letzterem müsse aber erst an das EU-Recht angepasst werden. Ärger gab es über den schlechten Zustand mancher Gehsteige in Baugebieten in Burgtreswitz und Moosbach. Die Kommune prüfe die Sanierung oder den Rückbau der Gehsteige, erwiderte Ach.

Peter Bauriedl bat, die Instandsetzungsarbeiten nicht zu verschleppen und später nach der neuen Straßenausbaubeitragssatzung die Siedler erneut zur Kasse zu bitten. Fragen gab es auch zur Vorgehensweise der Kommune bei Grundstücksverkäufen. Diese werden von Fall zu Fall im Mitteilungsblatt der Gemeinde ausgeschrieben, sagte der Bürgermeister.

Max Voit bemängelte, dass viele unbebaute Grundstücke ungepflegt seien. Ach betonte, dass die Eigentümer angeschrieben wurden. Josef Enslein wollte die Protokolle des Gemeinderats im Internet nachlesen. Der Rathauschef erklärte, dass das Gremium dies beim Erlass der Geschäftsordnung abgelehnt habe.
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