Solarzellen auf falschem Dach

Die Monteure mussten die irrtümlich installierten Solarzellen wieder abbauen und auf das richtige Dach setzen.
Lokales
Moosbach
17.02.2015
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Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Zum Faschingsausklang präsentierte der Moosbacher Faschingsverein wieder viele amüsante Begebenheiten, bei denen es die Lachmuskeln der Zuschauer fast zerriss.

Zum Ausklang der närrischen Zeit verfolgten am Dienstag auf dem Marktplatz Hunderte von Besuchern das traditionelle Ausspielen des Faschingsvereins. Dabei derbleckten die Akteure wieder Mitbürger, denen im abgelaufenen Jahr Kurioses und Lustiges passiert ist. Wem nichts Dummes widerfuhr, der konnte lachen. Für die anderen hieß es: "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen."

Sofa zu groß

Im ersten Stück hatte sich ein junges Ehepaar ein großes "XXL-Kanapee" (Sofa) bestellt und wartete sehnlich auf die Auslieferung. Endlich kam es und wurde in der Garage abgestellt. Um Kosten zu sparen, wollten es die neuen Besitzer selbst in den ersten Stock ihres Wohnhauses transportieren. Aber das Möbelstück war einfach zu groß, um durch die Türe zu passen. Auch ein Stapler, der das Ungetüm auf den Balkon hieven sollte, half nichts. Mit letztem Einsatz schafften sie es aber doch, wenngleich das Sofa dadurch erheblich abgeschunden wurde. Oben angekommen stellten "Möbeltransporteure" fest, dass das Kanapee zerlegbar war.

Handy verputzt

Eine Pechsträhne hatte ein Zecher am "naschn Pfinsta". Er war so betrunken, dass ihn der Wirt ein paar Mal rausschmeißen musste, weil er immer wieder zurückkam. Dabei verlor er Handy und Geldbörse auf der Straße. Trotz seines Rauschs sah er, wie eine vorbeifahrende Straßenkehrmaschine diese verschluckte. Er verfolgte die Kehrmaschine und überredete den Fahrer nach langer Debatte, den Müll auf die Straße zu kippen. Im großen Haufen fand er Handy und Geldbeutel und war so froh darüber, dass er gleich weiterfeierte. Im dritten Stück wurde das Malheur eines Installateurs deutlich. Dieser baute eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Hauses. Die Arbeiten waren schon weit fortgeschritten. Die Eigentümer lagen aber noch im Bett, als sie vom Lärm der Arbeiter geweckt wurden. Die Ehefrau stellte die Arbeiter zur Rede: Schnell stellte sich heraus, dass die Solarzellen auf dem Dach des Nachbarhauses installiert werden müssen.

Sehr mit der Schwerkraft zu kämpfen hatte ein Besucher des Fischerfests am Sperlweiher. Die Musik aus dem im Fahrradkorb liegenden Radio inspirierte ihn zu noch schnellerem Fahren und so landete er im Kornfeld. Offenbar hatte er sich dabei verletzt, so dass er nicht mehr hochkam. Im Kornfeld spielte das Radio, der E-Bike-Fahrer lag mittendrin.

Hundegebell vom nahe gelegenen Anwesens alarmierte den Bauern. Dieser ging dem Lärm nach und hob den Verunglückten auf. Der nahm Reißaus aber seine Fahrt endete schnell an einem Elektrozaun. Schlagartig war der Radfahrer nun wieder hell und nüchtern und er wollte nur noch nach Hause.

"Endlich viel Schnee", freute sich der stolze Besitzer eines Rasenmähertraktors mit Schneeräumschild in Moosbach. Er räumte die weiße Pracht zunächst an sein Auto, so dass sie kaum mehr sichtbar war. Plötzlich gab der Traktor den Geist auf und versagte. Nun musste er per Hand sein Auto ausschaufeln. Dies dauerte dann so lange, dass er zu spät zur Arbeit kam.

Die "weiße Hölle" erlebte ein Skilangläufer auf dem Bocklweg von Lohma zur Finstermühle. Wegen schlechter Sicht kam er von der Loipe ab und fiel den Abhang hinunter. Ehefrau und Freunde konnten ihn nicht helfen. Endlich kamen noch mehr Leute, die den Sportsmann retteten.

Riesiger Beifall

Wochenlang hatten sich die Mitglieder des Faschingsvereins Moosbach mit ihrem Präsidenten Christian Baier nach lustigen Stücken umgesehen. Wie ihnen der Riesenbeifall und die Forderungen nach Zugaben bestätigten, hatten sie bei der Auswahl auch heuer wieder eine glückliche Hand. Gerhard Wittmann junior zog als Conferencier eine große Show ab.
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