SPD für bessere Gesprächskultur

Bei der SPD-Jahreshauptversammlung wurden langjährige Mitglieder für 10, 20, 25, 30 und 45 Jahre Treue geehrt. Dazu gratulierten Vorsitzender Hans Maier (vorne links) und MdL sowie Kreisrätin Annette Karl (stehend Zweite von links). Bild: gi
Lokales
Moosbach
04.04.2015
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In der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsverbandes Moosbach kritisierte Vorsitzender Hans Maier die CSU-Fraktion scharf: "Sie akzeptiert die Ergebnisse der Kommunalwahl 2014 immer noch nicht."

Sie habe zwar die Mehrheit verloren, aber noch nicht begriffen, dass sie auf die Stimmen anderer Fraktionen angewiesen sei. Maier gab die Zahl der Mitglieder mit 52 an. Schöne Veranstaltungen wurden 2014 gefeiert. So das Hinterhoffest im Gasthaus Brandstätter und die Teilnahme am Kinderferienprogramm mit der Juso AG. Er dankte Josef Rauch für die Organisation der monatlichen Theaterfahrten nach Pilsen. Der Bus sei ständig voll.

Im politischen Teil seines Jahresrückblicks bedauerte Maier, dass die CSU im Gemeinderat immer noch unfähig zu Gesprächen auf Augenhöhe mit der Gegenseite sei. Sie habe nun fünf Jahre Zeit, dies zu lernen. "Das habe letztlich auch mit Demokratie zu tun", riet Maier. Er bedauerte, dass der auf Wunsch der SPD/UWG/FWU-Gemeinderäte installierte Ausschuss "Tourismus" ins Lächerliche gezogen werde. Er nannte dies eine Respektlosigkeit gegenüber dem Wähler.

Fleißiger Bürgermeister

Maier bezeichnete den Bürgermeister als sehr fleißig, bedauerte aber, dass der alles selbst machen müsse, weil er mit seinen Stellvertretern nicht so gut zusammenarbeite. "Überall sein, das geht aber nicht." Ziemlich konsequent löste Ach die Probleme beim Wasser und Abwasser. Aber das wurde von allen vier Fraktionen im Gemeinderat getragen. Im Übrigen mussten die Kosten von den Bürgern gezahlt werden.

Die SPD mache sich Sorgen, wie Moosbach künftig aussehen wird. Wie geht es mit der ärztlichen Versorgung weiter? Wie entwickeln sich die Einkaufsmöglichkeiten. Und wie kann verhindert werden, dass der Tourismus ganz kaputt geht? Auch den Verlust der Mittelschule sprach Maier an. Leider hätten Tännesberg und Eslarn hier nicht zur konstruktiven Zusammenarbeit beigetragen.

Besorgt zeigte sich Maier über die Entwicklung der Einwohnerzahl, die auf die 2400-er Grenze fiel. Als Schandfleck bezeichnete der SPD-Vorsitzende die Situation im Gewerbegebiet "Hammermühle". Hier seien Ideen gefragt, aber niemand habe sie. "Wir haben zwar einen Entwicklungsausschuss, aber leider wird dieser nicht eingeladen", bedauert Maier. Er freute sich, dass 2017 wieder ein Heimatfest stattfindet. Das bedeute drei Jahre Vorbereitung, aber dann zehre man wieder sieben Jahre davon. Das hielt Maier als zu wenig für eine gute Entwicklung der Gemeinde.

Schriftführerin Christine Schinzel verlas das Protokoll der letzten Mitgliederversammlung. Schatzmeisterin Gerda Schönberger informierte über die Finanzen des SPD-Ortsverbandes. Vorsitzender Maier freute sich über das gute finanzielle Polster. Die Kassenprüfer Hans Rappl und Stefan Guttenberger bestätigten der Schatzmeisterin einwandfreie Arbeit.

MdL und Kreisrätin Annette Karl sah im Kreistag ein kollegiales Gremium das einen guten Stil pflege und gut laufe. Die SPD als Koalitionspartner im Kreis dürfe dabei ihr Profil nicht verlieren und auf ihre Kernkompetenzen achten.

Probleme ausdiskutieren

Ehrenvorsitzender Herbert Reitinger gratulierte als SPD-Ältester den Geehrten für ihre Treue und dankte ihnen für die Unterstützung. Josef Rauch sprach sich für eine Partnerschaft von Moosbach mit einer tschechischen Gemeinde aus. Außerdem erinnerte er an den Anschluss von Moosbach an den Bocklradweg. Er bemängelte, dass in Moosbach die vielen anstehenden Probleme im Gemeinderat nicht ausdiskutiert werden.
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