Ständig Stress statt Besinnung

Beim Gottesdienst zum Kolpinggedenktag stand das Friedenslicht im Rollenspiel mit Monika Kellermann, Sophie Forster und Veronika Kellermann (von links) im Mittelpunkt. Petra Forster hielt das Mikrofon. Bild: gi
Lokales
Moosbach
05.12.2014
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Was hat das Lied aus der "Sesamstraße" mit Adolph Kolping zu tun? Die Antwort erfuhren die Moosbacher beim Kolping-Gedenktag.

Die Kolpingsfamilie feierte den Kolping-Gedenktag. Mit Vorsitzendem Thomas Forster zogen die Teilnehmer in die Pfarrkirche ein. Der Gottesdienst stand unter dem Motto "Sei was du bist". Vor dem Altar war die Fahne mit dem Bild von Adolph Kolping und einer Kerze aufgebaut.

Nachdem Pfarrer Josef Most den Adventskranz gesegnet hatte, war das Lied aus der Sesamstraße zu hören. Doch was hat dieses Kinderlied mit Adolph Kolping zu tun? Diese Frage beantwortete Petra Forster. "Gerade jetzt in der Adventszeit sollten wir uns diese kindliche Fähigkeit wieder aneignen und innehalten, beobachten und dann fragen: Warum leben und erleben wir die Adventszeit so, dass sie eher nervt und stresst und nicht befreit und entschleunigt? Nur wenn wir verstehen, können wir auch handeln." Die Kyrierufe trug anschließend Sophie Forster vor.

Immer nur Streit

In einem Rollenspiel stand das Friedenslicht im Mittelpunkt. Eine Mutter wollte mit ihren beiden Töchtern in der Adventszeit einen Mädelabend verbringen. Alle sind gestresst und genervt. Es kommt zu einem Streit. Der Sohn, der die Szene spielend mit seinen Handy verfolgte, fragte: "Warum brennt bei uns dieses Friedenslicht, wenn in diesem Haus nie der Friede herrscht und ständig gestritten wird?"

"Was tun wir da eigentlich?"

Pfarrer Most ging in der Predigt näher auf das Rollenspiel ein. "Ja, es herrscht kein Friede. Teilweise in den Familien nicht und auch auf der Welt. Täglich werden wir mit genau dieser Botschaft konfrontiert. Syrien, Irak, Israel, Palästina oder in Teilen Afrikas. Länder in denen Menschen unter den Folgen eines Kriegs leiden. Was tun wir da eigentlich? Und vor allem warum? Warum entzünden wir Friedenslichter?"

Der Geistliche rief die Gläubigen dazu auf, praktische Christen zu sein und das zu tun, was der selige Adolph Kolping vorgelebt hat. "Den Menschen mit Wertschätzung begegnen, hinter die Dinge blicken und Bedürfnisse wahrnehmen, selbst mit anpacken und konkrete Hilfe leisten und vor allem auf Gott vertrauen und sich von ihm in den Dienst nehmen lassen." Die Fürbitten trugen Anja Sauer, Veronika Kellermann und Gerhard Wittmann vor. Im Pfarrheim gab es anschließend Glühwein und Plätzchen. In einen kurzen Rückblick ließ Vorsitzender Forster das vergangene Jahr Revue passieren.

Den Kolpingtag in Köln vom 18. bis 20. September 2015 stellte Jürgen Kellermann vor. Der Bezirksverband Fahrenberg wird mit einem Bus dorthin reisen. Weitere Informationen werden demnächst auf der Homepage der Pfarrei bekanntgegeben.
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