Verein "Hoffnung für Menschen" feiert zehnjähriges Bestehen mit Bildervortrag
Größter Wunsch: ein Paar Schuhe

Maria Schötz. Bild: gi
Lokales
Moosbach
08.05.2015
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Zu einem indischen Abend hatte der Pfarrgemeinderat ins Pfarrheim eingeladen. Mit einem Punkt auf die Stirn, einen "Bindi", begrüßte Referentin Maria Schötz die Teilnehmer. Es bedeutet so viel wie das bayerische "Grüß Gott", und der Besucher wird damit gesegnet .

Anlass zu diesem Vortrag war das zehnjährige Bestehen des Vereins "Hoffnung für Menschen" (Hintergrund). In einem Bildervortrag zeigte Schötz die große Unterstützung, die von dem Hilfswerk ausgeht. Wobei erst im Frühjahr eine kleine Gruppe zu Besuch in Indien war und erzählte, dass viele Projekte im südindischen Bundestaat Tamil Nadu erfolgreich laufen. Neben der Sorge um Waisenkinder und Witwen gebe es auch Existenzgründungen.

Unter anderem erfuhren die Zuhörer über die Vollwaisen Sangeetha und Muthu, die jahrelang auf einer Müllhalde gelebt hatten und unterernährt und mit extremen Ausschlägen ins Kinderdorf von "Hoffnung für Menschen" gekommen sind. Muthu benötigt auch nach Jahren noch Medizin, damit die Ausschläge nicht wieder ausbrechen. Sein größter Wunsch in diesem Jahr war es, ein Paar Schuhe zu besitzen.

Bildung ist dem Verein sehr wichtig. 120 Slumkinder können nun in die Schule gehen. Selbst die hinduistischen und moslemischen Kinder sind in der katholischen Schule in Kottar. In einem zweiten Slum soll nun auch die Schulbildung gefördert werden. Das Schulgeld für die erste Klasse kostet 50 Euro im Jahr. Hier sind Schulgeld, Schuluniform, Bücher und Schuhe inbegriffen. Die Schulbildung für dieses Projekt kostet pro Jahr 7000 Euro. Die Spenden in Höhe von 540 Euro von dem Abend werden dafür verwendet.
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