Wenig Teilnehmer am Volkstrauertag
Erinnern gerät in Vergessenheit

Am Volkstrauertag in Moosbach ehrten die Marktgemeinde, die Vereine und die Bundeswehr die gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege. Pfarrer Josef Most betete für sie. Bild: gi
Lokales
Moosbach
17.11.2015
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"Der Volkstrauertag zieht an den Menschen vorbei und wird nicht mehr wahrgenommen", bedauerte Hauptmann Rayk Engel vom Panzergrenadierbataillon aus Oberviechtach bei seiner Ansprache am Kriegerdenkmal. Er hatte recht, denn das Häufchen der Teilnehmer war recht klein. Neben Vereinsabordnungen waren noch 15 Bürger.

Zuvor erinnerte Pfarrer Josef Most im Trauergottesdienst in der Pfarrkirche an die Verstorbenen und Vermissten der Weltkriege. Danach zogen die Teilnehmer zum Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz. Mit einem Choral durch die Moosbacher Blasmusik begann der feierliche Akt. Bürgermeister Hermann Ach nannte, so wie Albert Schweitzer, die Kriegsgräber als Wegweiser in den Frieden. Der Volkstrauertag erinnere an die dunkelste Zeit der Deutschen Geschichte.

Die Ereignissen in Paris sprach Hauptmann Engel an. Leider könne man solche Taten auch in Deutschland nicht ausschließen. VdK-Vorsitzender Lingl hielt den Drang nach Macht, Gier und Geld für die Hauptursachen der Kriege. Auch der Vorsitzende der Krieger- und Reservistenkameradschaft, Karl Liebl, machte sich Gedanken über die vielen Opfer der Weltkriege. Alle Redner legten Kränze nieder. Zum Lied vom "Guten Kameraden" salutierten drei Böllerschützen mit drei Schüssen.
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