Ausbau der Breitbandversorgung in Moosbach
Nicht länger auf langer Leitung

Mit den Arbeiten im Gewerbegebiet "Schießtrath" und der Hirschauer Straße (Foto) in Moosbach begann das mehr als eine Million teuere Projekt der Telekom, die Breitbandverkabelung der gesamten Gemeinde Moosbach. Bild: gi
Politik
Moosbach
15.07.2016
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Der Ausbau der Breitbandversorgung in Moosbach ist bereits voll im Gange. Die Firma Walter Bauer aus Runding hat mit der Verlegung von 29 Kilometern Glasfaserkabel begonnen.

Damit werden mehr als 500 Haushalte mit Breitbandanschlüssen von 50 und mehr Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgt. Für die Orte Moosbach und Burgtreswitz besteht dagegen jetzt schon die Möglichkeit, Breitbandanschlüsse von 100 Mbit/s zu nutzen. Die momentane Trasse geht vom Gewerbegebiet "Schießtrath" zur Hirschauerstraße und über die Friedhofsgasse zur Ortschaft Grub und von dort weiter nach Gebhardsreuth, Ödhof, Isgier und Heumaden.

Damit wird das nördliche Gemeindegebiet von Moosbach erschlossen. Vorher sind aber an den Straßen (rund 15 Kilometer) die Grabarbeiten durchzuführen, die Rohre zu verlegen und anschließend wieder Teerungsarbeiten durchzuführen. Genutzt werden können bereits 14 Kilometer vorhandene Leerrohre, in die die Kabel nur noch "eingeblasen" werden müssen. Dadurch ergeben sich erhebliche Kosteneinsparungen.

Aber trotzdem rechnet die Deutsche Telekom als Auftraggeber noch mit Kosten von mehr als einer Million Euro, die der Freistaat Bayern bezuschusst und so den Gemeindeanteil möglichst gering hält. Die Arbeiten durch die Firma Bauer erfordern zahlreiche Aufbrüche asphaltierter Straßen und Gehwege. Alle sind bemüht, dass nach der Kabelverlegung schnell wieder eingestampft und geteert wird, um die gesetzten Termine einzuhalten.

Das veranlasste Gemeinderat Josef Hierold in der Marktratssitzung darauf hinzuweisen, dass der gemeindliche Bauhof im Eigeninteresse die Baustellen betreuen sollte. "Wir dürfen die Leute nicht einfach an unseren Straßen und Wegen so arbeiten lassen, sondern der Bauhof muss mindestens täglich einmal vorbei schauen", meinte Hierold. Bürgermeister Hermann Ach und Geschäftsleiter Andreas Hofmeister sahen dazu keine Notwendigkeit. Denn die Gemeinde habe bereits ihre Forderungen gestellt. Hierold solle eventuelle Unregelmäßigkeiten dem Bauhof melden. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird Mitte September gerechnet.
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