Bauausschuss Moosbach auf Tour
Kerngesunder Turm

Der Schlauchturm der Feuerwehr Gaisheim soll nach den Willen des Bauausschuss es renoviert werden. Bild: gi
Politik
Moosbach
26.08.2016
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Vor 40 Jahren wurde das Leichenhaus Moosbach errichtet. Damals übernahm der Markt den kirchlichen Friedhof und sanierte ihn in drei Bauabschnitten mit Kosten von fast 900 000 Mark. Nun stehen wieder Sanierungsarbeiten am Leichenhaus an.

Aus diesem Grund hatte Bürgermeister Hermann Ach den Bauausschuss zu einer Besichtigung eingeladen. Besonders der Dachstuhl zeige große Mängel, war sich das Gremium einig. Regenwasser könne eindringen und Schäden verursachen.

Im Haushalt 2017 seien dafür 30 000 Euro vorgesehen. Ob dieser Betrag ausreiche, konnten die Fachleute noch nicht sagen. Der Ausschuss war sich einig, den Dachstuhl etwas zu verändern, um das Regenwasser besser abzuleiten. Die innerhalb der Fassade liegenden Dachrinnen sollen beseitigt werden. Das Gebäude soll Außenrinnen erhalten.

WC-Sanierung


Nach den Vorstellungen des Rathauschefs sollen aber trotzdem "die Grundzüge der Gebäudeansicht nicht wesentlich verändert werden". Auch eine dringend erforderliche Sanierung der Friedhof-Toilette, die zusätzliche Kosten verursacht, soll in Angriff genommen werden.

Weiter ging es zur Raiffeisenstraße. Dort hat ein Anlieger beantragt, den zwischen seinem Wohnhaus und der Straßen liegenden Gemeindegrund zu befestigen. Bislang pflege niemand diesen der Kommune gehörende Grundstücksstreifen. Das Ortsbild leide darunter. Der Bauausschuss war der Meinung, dass der Markt, um Bezugsfälle zu vermeiden, hier nicht tätig werden könne. In und um Moosbach gebe es viele solche Flächen an Straßen. Endgültig wird der Marktrat über den Antrag in der nächsten Sitzung entscheiden.

Nur Bretter morsch


In Gaisheim besichtigte das Gremium das Gerätehaus. Die Feuerwehr hatte eine Erneuerung des hölzernen Schlauchtrockenturms sowie einen kleinen Gebäudeanbau mit dadurch erforderlicher Änderung des Dachstuhls beantragt. Sie würde sich an den Kosten beteiligen.

Ach stellte die grundsätzliche Frage, ob der Turm noch erhaltungswürdig sei. Die Bauausschussmitglieder nahmen deshalb den Zustand des Bauwerks besonders in Augenschein. Sportlich fit erstieg Fritz Steinhilber über die Leiter im Innern den höchsten Punkt des Turms. Anschließend stellten alle Räte fest, dass die Balken "noch kerngesund sind". Lediglich die Bretter seien zum Teil morsch und zu erneuern.

Geschäftsleiter Andreas Hofmeister erklärte aber, dass die Regierung der Oberpfalz beim Bau des Moosbacher Feuerwehrhauses mit Schlauchtrockenturm die Auflage gemacht hatte, dass in der Gemeinde solche Türme nicht mehr errichtet werden. Der Markt könne sich deshalb nicht mehr an den Kosten beteiligen. Johann Schnupfhagn wies auf die Beteiligung der Kommune beim Bau des Turms der Feuerwehr Gröbenstädt in Gebhardsreuth hin. "Die bekamen aber nur das Holz aus dem Gemeindewald dazu", belehrte Hofmeister. Der Bürgermeister schlug trotzdem vor, das mit 8800 Euro vorliegende Firmenangebot anzunehmen. Ein Problem könnte aber noch durch den geplanten Anbau an das Feuerwehrhaus entstehen. Ob die Abstandsflächen zum Nachbargrundstück dafür ausreichen, müsse noch mit dem Landratsamt geklärt werden. Denn die Gemeinde hatte bei einem Bauvorhaben auf dem Nachbargrundstück, als dort die Fläche nicht ausreichte, die Übernahme von Abstandsflächen erklärt.
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