Europaabgeordneter Manfred Weber Festredner beim Gründungsjubiläum der JU Moosbach
Klare Grenzen ziehen

"Wir wollen, dass Europa funktioniert, nicht nur bei Geschäften, sondern dass der Kontinent auch eine Seele und Werte hat." Zitat: CSU-Europaabgeordneter Manfred Weber
Politik
Moosbach
02.08.2016
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Drei Tage feierte die Junge Union Moosbach ihr 50-jähriges Bestehen. Dabei gab es auch klare Worte vom Europaabgeordneten Manfred Weber.

Der Festredner machte dem Pfarrer Josef Most ein großes Kompliment, weil dieser die Bayernhymne am Ende des Gottesdiensts anstimmen ließ. Dem JU-Ortsverband bescheinigte er eine halbes Jahrhundert "beste Arbeit".

"Wir haben genug Sorgen in der EU, und da kommen die Türken auch noch daher", kritisierte er. Deshalb sei ein EU-Beitrittsstopp für fünf Jahre beschlossen. Der Redner wies auf die vielen Helfer hin, die im Alltag des Terrors ihren Kopf hinhalten. Im Internet würden Terroristen angeworben und junge Menschen verführt. Online-Durchsuchungen seien rechtlich noch nicht möglich. "Freiheit hat ihre Grenzen", meinte Weber und stellte Abhilfe durch Einführung einer europäischen Gefährder-Datei in Aussicht. Auch die im Deutschland lebenden Muslime müssten sich von Terror distanzieren, forderte er. "Wer unser Gastrecht in Anspruch nimmt, muss sich an unsere Gesetze halten."

Südroute sichern


Beifall erhielt der Abgeordnete auch hinsichtlich seiner Gedanken zur Flüchtlingsfrage. Menschen in Not solle geholfen werden, "aber alles mit Maß und Ziel und unter strenger staatlicher Leitung". Schon an der Außengrenze müsse künftig für Ordnung gesorgt werden. Dank Viktor Orbán, der Türkei und Mazedonien sei die Balkanroute zum Erliegen gekommen. Der Südroute über Sizilien müsse schon an den afrikanischen Küste Einhalt geboten werden. Europa müsse "dieser Mafia entsprechend begegnen".

Weber teilte auch die Sorgen der Landwirtschaft. "Besonders die Milchbauern befinden sich in einer außerordentlichen Situation, in der der Staat eingreifen muss." Nein sagte der Politiker zur Präimplantationsdiagnostik, die in den USA im Kommen sei. Die CSU habe im europäischen Parlament dagegen gestimmt, "weil nur der Herrgott darüber entscheiden" dürfe. "Wir wollen, dass Europa funktioniert, nicht nur bei Geschäften, sondern dass der Kontinent auch eine Seele und Werte hat. Wir sind keine Nationalisten, aber Bayern, Deutsche und Europäer." Der Erfolg des Freistaats habe mit der CSU zu tun, schloss der Abgeordnete unter großem Beifall.

Impulse für den Markt


JU-Vorsitzender Armin Bulenda nannte Weber den richtigen Mann für Bayern in Brüssel. Man könne ihm vertrauen. Bürgermeister Hermann Ach gratulierte der JU zum 50. Geburtstag. Es wurde zum Wohle der Bevölkerung Enormes geleistet. "Immer neue Impulse und Ideen gehen von euch im Gemeinderat aus." Dies nicht nur auf der politischen Ebene, sondern auch als Verein.

Die Flüchtlingsprobleme hielt der Bürgermeister nur mit einem "Wir schaffen das" für nicht lösbar. Er dankte den ehrenamtlichen Helfern, die den Asylbewerbern zur Seite stehen. Er lobte auch den immer besser werdenden bayerischen Finanzausgleich, der den Kommunen finanzielle Erleichterungen bringe. Auch die Niedrigzinsphase tue dem Markt Moosbach gut.

Wir wollen, dass Europa funktioniert, nicht nur bei Geschäften, sondern dass der Kontinent auch eine Seele und Werte hat.CSU-Europaabgeordneter Manfred Weber
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