Jahreshauptversammlung SPD Moosbach
Kritik an planlosem Vorgehen

Die SPD Moosbach wählte eine neue Führungsriege. Hans Maier (Fünfter von rechts) bleibt Vorsitzender. Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger (Zweite von rechts) wünschte dem Vorstand erfolgreiche Arbeit. Bild: gi
Politik
Moosbach
03.06.2016
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Seit 2014 gibt es in Moosbach einen Entwicklungsausschuss. SPD-Vorsitzender Hans Maier findet es jedoch schade, dass Bürgermeister Hermann Ach zu keiner Sitzung einlade, weil er das Gremium nicht wolle.

Der Vorsitzende freute sich in der Jahreshauptversammlung, dass die Mitgliederzahl schon seit Jahren über 50 liege. Maier sprach einige wichtige Themen der Gemeindepolitik an. Er dankte dem Förderverein Schloss Burgtreswitz für die enorme finanzielle Unterstützung bei der Sanierung des Schlosses.

Auch den Feuerwehren, die für Anschaffungen der Gemeinde sehr viel Geld ausgeben, zollte er ein dickes Lob. Dafür wäre eigentlich die Kommune zuständig, ergänzte Josef Rauch. Tatsächlich habe man es im Marktrat geschafft, dass auf dem Sektor Straßenbau etwas gemacht werde, informierte Maier. Statt der vom Bürgermeister favorisierten Trasse von Saubersrieth nach Ragenwies werde nun zunächst die Strecke zwischen Niederland und Etzgersrieth realisiert. Die Verbindung von Tröbes nach Ragenwies wird saniert.

Probleme mit Wasser


Nicht leicht zu lösen seien die Wasserprobleme in Gaisheim, die Quellensanierung und die Sicherung der Wasserschutzzonen. Die SPD wolle dabei kritisch am Ball bleiben. Auch die versprochene Sanierung der Gehsteige in Burgtreswitz und Moosbach (Baugebiet Ziegeltrath) wollen die Genossen einfordern.

Thema Kurpark


Die Probleme im Kurpark waren ebenfalls Thema. Das Herzstück der Anlage, die Waldfläche, sei einfach mit Maschinen niedergewalzt worden. Die Empörung der Bevölkerung hielt Maier für gerechtfertigt.

Den Umbau der Grundschule in eine Tagesstätte für ältere Bürger halte die SPD für gut. Der Vorsitzende wünschte sich, dass das Heimatfest 2017 ein großer Erfolg werde. Er rief alle Mitglieder und Vereine zur Unterstützung auf. Schatzmeisterin Gerda Schönberger legte geordnete Finanzen vor. Die Kassenprüfer Stefan Guttenberger und Hans Rappl bestätigten einwandfreie Arbeit

Die Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: An der Spitze bleibt Maier. Stellvertreter sind Rauch und Karl Liebl. Schatzmeisterin ist weiter Schönberger, die das Amt 20 Jahre inne hat. Christine Schinzel ist wieder Schriftführerin. Beisitzer sind Albert Forster, Birgit Gerlach-Kneißl, Jürgen Steiner, Stefan Guttenberger, Christopher Hanauer, Herbert Reitinger, Gabi Reitinger-Maier, Werner Wondrak, Ludwig Träger, Georg Seiler und Claudia Prem. Die Kassen prüfen künftig Rappl und Johannes Maier.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger gratulierte dem Ortsverband zu seiner aktiven Arbeit. "Euer Kampf im Gemeinderat wird auch in anderen Kommunen wahrgenommen." Als Großprojekte im östlichen Landkreis nannte sie den Ausbau der Kreisstraße von Böhmischbruck nach Etzgersrieth (2,4 Millionen Euro) und den Brückenbau in Böhmischbruck (1,3 Millionen Euro). Viel Geld schenke man derzeit im Tourismus her. Es gebe Geldquellen, die die Landkreise Schwandorf und Cham seit Jahren anzapften. "Wir müssen deshalb schnellstens versuchen, über den Gemeindeverbund ,11 Freunde' diese Fördergelder abzuschöpfen". Rauch hielt von den "11 Freunden" nicht viel, denn jeder schaue zuerst auf sich. Moosbach brauche im Fremdenverkehr endlich ein Alleinstellungsmerkmal, die Zahlen seien stark rückläufig.

Wo steht Moosbach heute?


Ehrenvorsitzender Herbert Reitinger sprach das in Moosbach fehlende Einkaufszentrum an. In der Vergangenheit sei zu viel Rücksicht auf bestehende Geschäfte genommen worden. Rauch verlangte von der Kommune eine Analyse zur Frage, wo Moosbach heute stehe. Es müsse Schluss sein mit dem planlosen Vorgehen und endlich ein Gemeinde-Entwicklungskonzept geben.
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