Marktrat Moosbach
Hintertürchen für Windräder

Die Moosbacher SPD will die Sanierung des Kinderspielplatzes am Nelkenweg angehen. Siedlerbund und OWV wollen mitmachen. Bild: gi
Politik
Moosbach
15.10.2016
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Große Enttäuschung herrschte in der jüngsten Marktratssitzung. Grund: Die 22. Änderung des Regionalplanes Region Oberpfalz-Nord bringt das vorläufige Aus für Windräder in der Gemeinde Moosbach.

Die Regierung der Oberpfalz hatte dies dem Markt am 31. August mitgeteilt. Daran seien der Fünf-Kilometer-Puffer im Umkreis der Bundes-Wetterstation auf dem Eisenberg bei Rückersrieth und das Schutzgebiet des Naturparks Nördlicher Oberpfälzer Wald schuld. Bürgermeister Hermann Ach bedauerte das, denn die dezentrale Stromversorgung in der Kommune werde erschwert und die Gemeinde in ihrer Entwicklung eingeschränkt.

Letzte Hoffnung


Die Regelung des regionalen Planungsverbands empfand Ach als nicht richtig, denn solche Dinge gehörten vor Ort geregelt. Letzte Hoffnung sei nun die Herausnahme des Moosbacher Gebiets am Bromberg aus dem Naturschutzgebiet. Über einen entsprechenden Antrag wurde noch nicht entschieden. Sollte das gelingen, so wäre der Weg doch noch frei für Windräder.

Die Telekom lässt für die Breitbanderschließung Leitung von Gröbenstädt-Siedlung in Richtung Lohma verlegen. Die Arbeiten sollen genützt werden, um in einem 90 Meter langen Bereich beim Sperlweiher für 9000 Euro Leerrohre für die künftige Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zu verlegen. Dadurch ergeben sich erhebliche Kosteneinsparungen.

Die Gehweg-Stützmauer im Kreuzungsbereich Eslarner-Saubersriether Straße ist in einem schlechten Zustand. Entweder Abriss und Wiederaufbau oder Komplettsanierung sind die Möglichkeiten. Die Kosten wären erheblich. Es gehe keine Bedrohung vom jetzigen Zustand des Bauwerks aus, erklärte Ach auf Anfrage von Erika Sauer. Ohne Sanierung wäre dies auch für die kommenden zehn Jahre nicht der Fall. "Solche, nur optischen Dinge können wir uns während der Konsolidierungsphase des Haushalts nicht leisten." Einstimmig beschloss das Gremium, die Mauer nicht zu sanieren.

Josef Rauch wollte wissen, ob die in Burgtreswitz begonnene Gehsteigsanierung auch in Moosbach heuer noch abgeschlossen wird. "Eher nein", sagte Ach. Auch die Frage von Rauch, ob der Zuwendungsbescheid für den Straßenbau von Niederland nach Etzgersrieth nun vorliege, verneinte der Bürgermeister. Der Zuschusssatz sei noch unklar. Trotzdem sollte die Ausschreibung der Arbeiten unbedingt jetzt erfolgen.

Sanierung des Spielplatzes


Hans Maier gab bekannt, dass die SPD die Sanierung des Kinderspielplatzes am Nelkenweg plane. Dazu gebe es auch Förderprogramme. Der Rathauschef erklärte, dass Siedlerbund und OWV auch schon Angebote für Spielgeräte eingeholt haben. Im Förderprogramm stehe, dass Vereine zusammenarbeiten sollen, ergänzte Maier. Karl Liebl sprach die schlampigen Asphaltierungsarbeiten nach der Breitbandverkabelung an. Bürgermeister Ach erklärte, dass die Abnahme der Arbeiten noch nicht stattfand. Konrad Lingl wies auf die Zustände im Behinderten-WC im Kurpark hin. Ach erwiderte, dass auch deshalb die Sanierung des Gebäudes geplant sei.

Der verhinderte Johann Schnupfhagn ließ seine Anfragen von Lingl vorbringen. Dabei ging es um die Umleitung des Schwerverkehrs durch Burgtreswitz während des Brückenbaus in Böhmischbruck. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister hielt das für unmöglich, denn das Staatliche Bauamt Amberg halte sich an die Sperrung auf zwölf Tonnen in Burgtreswitz. Solche Umleitungen gingen bisher nur über Lohma.

Außerdem wies Schnupfhagn auf eine 3,5-Tonnen-Sperre der Straße zwischen Altentreswitz und Burgtreswitz hin. Ach sprach sich für ein hartes Durchgreifen aus. "Es müssten halt Fotos von Verkehrssündern gemacht werden, damit es zu Anzeigen kommen kann."

BauanträgeGeschäftsleiter Andreas Hofmeister gab in der Marktratssitzung die Behandlung folgender Bauanträge durch die Verwaltung bekannt: Katholische Kirchenstiftung (Neubau einer Sakristei); Johann Voit, Saubersrieth (Abbruch des ehemaligen Wohnhauses und Neubau eines Wirtschaftsgebäudes mit Garage); Hermann Irlbacher, Niederland (Überdachung des bestehenden Fahrsilos); Terese und Norbert Schieder, Burgtreswitz (Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Carport); Jörg und Rosemarie Gerstacker, Rückersrieth 4 (An- und Umbau des bestehenden Rinderstalls für die Mutterkuhhaltung); Martin und Sandra Luther, Oberviechtach (Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage in Moosbach); Andreas Kindl, Isgier (Neubau eines Milchviehlaufstalles mit Güllebehälter und Neubau eines Pferdestalles); Winfried und Sandra Fraunhofer, Tröbes (Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage); Christina und Andreas Fischer, Moosbach (Errichtung einer Doppelgarage als Ersatz für eine Scheune); Volkmar Meinharth, Gaisheim (Neubau einer Doppelgarage) und Rosi Pösl, Saubersrieth (Bauvoranfrage für den Neubau eines Einfamilienhauses in Ragenwies). (gi)
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