Marktrat Moosbach
Sondersitzung wegen des neuen Pflasters

Das frühere Betonpflaster an der Südseite der Kirche gibt es wegen der Außenrenovierung des Gotteshauses nicht mehr. Bild: gi
Politik
Moosbach
12.08.2016
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Bei der Außenrenovierung der Pfarrkirche wurde das fast 50 Jahre alte Betonpflaster an der Südseite entfernt. Bilder machten die Markträte mit möglichen Pflastervarianten vertraut. Das war ihnen aber zu wenig.

Sie wollen die Muster an Ort und Stelle besichtigen, dazu soll in Kürze eine Marktratssitzung stattfinden. Bürgermeister Hermann Ach bedauerte, dass die Dorferneuerung hier nicht einspringe, so dass die nicht unerheblichen Erneuerungskosten zu zwei Dritteln durch die Kirche und der Rest durch die Gemeinde zu tragen sei. Konrad Lingl sprach die Beeinträchtigungen durch Staub wegen des Abschlagens des alten Mauerputzes an der Pfarrkirche an. Feriengäste würden deshalb Moosbach verlassen.

Medienwagen für Schule


"Der Unterricht in der Grundschule wird im Rahmen des Lehrplans vom Lehrer gestaltet. Er entscheidet letztlich über die Methode", erklärte Rektor und Gemeinderat Josef Rauch bei der Beratung über den Antrag der Schule zum Kauf von fünf Medienwagen. Vier wären von der Gemeinde und einer von der Schule zu finanzieren.

Dass nur Medienwagen (Kosten 2500 Euro pro Stück), ausgestattet mit Beamer und Dokumentenkamera, nicht aber teuere Whiteboards (5000 Euro) oder gar Displays (10 000 Euro) angeschafft werden sollen, sei mit dem Lehrerkollegium so abgesprochen. "Wir meinen, dass Medienwagen für die Grundschule die optimale Ausstattung sind."

Der Rathauschef respektierte dies. Er meinte aber, dass man trotzdem mit der Zeit gehen müsse, in der Displays die Zukunft seien. Ach schlug nach einer kurzen Diskussion den Kauf von zunächst nur zwei Medienwagen vor. "Damit kann die Schule mit den in zwei Stockwerken verteilten vier Klassenzimmern und einer Lehrwerkstatt nichts anfangen", hielt Rektor Rauch entgegen. Mit 10:4 Stimmen akzeptierte das Gremium Achs Vorschlag.

Nicht weiter kamen die Fraktionen bei der Vergabe der Reparaturarbeiten am Feuerwehr-Schlauchturm in Gaisheim. Die Verwaltung legte dazu das Angebot einer Zimmerei über 8200 Euro vor. Einige Markträte warnten vor einer voreiligen Vergabe, solange der Zustand der Holzkonstruktion des Turms nicht untersucht sei. Hans Schnupfhagn schlug deshalb zunächst eine Besichtigung des Gerätehauses durch Bauausschuss und Feuerwehr Gaisheim vor, damit der komplette Schadensumfang festgestellt werden könne.

Grünes Licht gab es für die Errichtung eines Hotspots mit Standort in Nähe des Rathauses. Damit wird ein kabelloses und kostenfreies Surfen im Internet ermöglicht. Das Gremium sieht darin Vorteile für den Tourismus und nahm deshalb Folgekosten von rund 600 Euro pro Jahr in Kauf. Weil der Markt auch Empfänger von Stabilitätshilfen ist, muss dem aber das Landratsamt zustimmen.

Größere Plakate


Weiter ging es mit einer Änderung der Plakatierungsverordnung. Künftig sollen statt DIN A 1 nur mehr DIN-A-0-Plakate in der Kommune verwendet werden dürfen. Außerdem sollen für eine Veranstaltung maximal nur 10 Stück angebracht oder aufgestellt werden dürfen. Damit war Josef Zangl nicht einverstanden. Bei 16 Ortschaften im Gemeindebereich komme man damit nicht aus und alleine in Ragenwies mit 3 Ortseingängen brauche man schon 3 Plakate. Schließlich einigten sich die Räte auf 15 Plakate, wobei pro Ort maximal 5 zulässig sind.

Enorme Kosten


Nichts einzuwenden gab es gegen das städtebauliche Entwicklungskonzept des Markts Eslarn. "Ich würde mir wünschen, wenn wir auch so etwas hätten", bedauerte Rauch, dass der Moosbacher Entwicklungsausschuss seine Tätigkeit nicht aufnimmt. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister wies auf die enormen Kosten eines solchen Konzepts hin.

Josef Zangl schlug eine bessere Beschilderung des Zubringers zum Bocklweg in Lohma über Moosbach, Grub, Isgier und Lohma vor. Ach wies noch darauf hin, dass wegen der Erneuerung des Fahrbahnbelags bei den Autobahnanschlussstellen Waidhaus einschließlich Staatsstraße 2154 vom 29. August bis 3. September eine Vollsperrung nötig wird. Die Umleitung führt über Lohma, Gröbenstädt, Moosbach, Eslarn und Pfrentsch.

Wegen der Deckenerneuerung auf der B 22 zwischen Tännesberg und Leuchtenberg erfolgt ebenfalls eine Vollsperrung vom 25. August bis 10. September. Die Umleitung ist ausgeschildert und gilt besonders für den Schwerverkehr: Lerau, Vohenstrauß, Lohma, Gröbenstädt, Moosbach, Böhmischbruck sowie Tännesberg und umgekehrt. "Mit solchen fast alljährlichen Maßnahmen, immer zur Ferienzeit, wird der ohnehin am Boden liegende Tourismus in Moosbach ganz kaputt gemacht", empörte sich ein Zuhörer beim Verlassen des Sitzungssaals.
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